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Bridge Commander - Star Trek im Gamezone-Test


1 Bilder Bridge Commander - Star Trek im Gamezone-Test
In "Star Trek: Bridge Commander" schlüpft ihr in die Rolle eines Starfleet Commanders und werdet mit allerlei Aufgaben betraut die so ein Sternenflotten-Commander zu erledigen hat. Raumstationen wollen mit Gütern beliefert werden, Personen werden an und von Bord gebeamt, automatische Stationen müssen vor Asteroiden geschützt werden und zwischendrin muss so manche kritische Situation durchgestanden werden. All das befehligt man von der Brücke des eigenen Sternenschiffes aus, woher auch der Name des Spiels stammt.
Um den Einstieg in dieses doch sehr komplexe Spiel so einfach wie möglich zu gestalten, steht uns Anfangs Captain Picard persönlich zur Seite und instruiert uns in der Schiffsführung. So lernt man schnell wie der Waffenleitstand zu bedienen ist, die Navigation des Schiffes sowie die Kontrolle über die diversen Energiesysteme. Trotz der Unmenge an Menüs und Submenüs findet man sich ziemlich schnell zurecht, wohl auch deswegen, weil einem die meisten Begriffe bereits aus der Star Trek Serie und den Kinofilmen bekannt sein dürften.
Das Spiel beginnt mit einem ungeklärten Ereignis bei dem das Föderations-Raumschiff Dauntless zerstört wird. Selbstverständlich will die Sternenflotte wissen was geschehen ist und schickt zur Aufklärung ein weiteres Schiff zum Unglücksort, womit wir bereits mitten in der Story gelandet sind. Wie erwähnt erklärt uns Captain Picard die notwendigen Schritte die wir für die ersten Aktionen benötigen. Haben wir im leichtesten Modus begonnen, geht fast alles von alleine seinen Weg und wir haben die Vorschläge von Picard nur noch zu bestätigen. Selbstverständlich ist dies nicht befriedigend und nur für den ersten Einstieg in das Game zu empfehlen, denn schon bald hat man die Basics intus und agiert wie ein richtiger Sternenflotten-General. Dabei genügt es das entsprechende Crewmitglied anzuklicken um diverse Optionen sichtbar zu machen. Das Interface hält dabei alle Spielrelevanten Auswahlmöglichkeiten bereit und verbirgt unnötiges. Selbst mit schlechten Englischkenntnissen erkennt man auf Anhieb was zu erledigen ist und worum es augenblicklich geht.

Die Grafik-Engine von "Star Trek: Bridge Commander" zeigt erst im Laufe des Spieles wozu sie in der Lage ist, anfangs hält sie sich noch etwas zurück. Die Videosequenzen hingegen behalten ihr gleichbleibend mittleres Niveau über den gesamten Spielverlauf hinweg bei. Hier hätte man bei einem PC-Spiel schon etwas mehr Sorgfalt walten lassen können. Die Akteure bewegen sich leicht hölzern und geben sich alle mühe Lippensynchron zu sprechen, was nicht immer gelingt.

Die Soundkulisse hingegen entspricht dem was man von einem Star Trek Spiel erwartet. Sie ist qualitativ hochwertig umgesetzt und enttäuscht nicht. Es wurden die originalen Synchronsprecher verwendet, ebenso wie die Effekte, welche jedem Fan in den Ohren liegen dürften.

Das Gameplay darf man ebenfalls als gelungen bezeichnen. Selbst ohne Handbuch, welches mit seinen knapp 100 Seiten seinen Namen auch verdient, findet man alles dort wo man es vermutet. Durch die intelligente Vorauswahl der Optionen weiß man immer wie gerade der Stand der Dinge ist und was es zu erledigen gibt. Planloses umherirren wird es also bei diesem Star Trek Spiel nicht geben.

"Star Trek: Bridge Commander" stellt ein wirklich gelungenes Stück Software dar. Wer auf Echtzeitsimulationen im Weltraum steht macht sicher keinen falschen Kauf. Hier wurde also nicht einfach nur ein bekannter Name für ein schlechtes Spiel benutzt, sondern hier haben sich wirkliche Star Trek Fans ans Werk gemacht, das merkt man während des gesamten Spieles. Wer allerdings der Serie nichts abgewinnen kann, der sollte erst einmal Probespielen ob ihn die vielen Klischees und die Cornflakes-Frequenzen nicht auf die Nerven gehen.

Bridge Commander - Star Trek (PC)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 9/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 8/10 
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