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Bomberman Generation im Gamezone-Test


1 Bilder Bomberman Generation im Gamezone-Test

Er ist einfach nicht totzukriegen, der gute alte Bomberman! Seit fast 17 Jahren treibt der mutige Bombenleger nun sein Unwesen auf nahezu allen Konsolen. In seiner neuesten Version für Nintendo's Gamecube bietet das Spiel völlig neue Modi und ein verändertes Gameplay, dass selbst für eingeschworene Fans der alten Fassungen interessant sein dürfte.

Manchmal fragt man sich wirklich was für verrückte Menschen sich eine Story zu Bomberman ausdenken können. Die Hintergrundgeschichte in diesem Spiel ist schon wieder so "trashig", dass man sie bereits wieder gut finden könnte. Es geht nämlich um die bösen Hige Hige Banditen, welche dem Planeten Bomber die kristallförmigen Bombenelemente geklaut haben. Jetzt sind diese wichtigen Stücke auf dem Planeten Tentacalls verschollen und müssen natürlich von Bomberman gerettet werden. Absoluter Trash, aber wer mal richtig lachen will kann sich ja das Intro mal anschauen, die erste Storysequenz in Echtzeit kann man sowieso nicht abbrechen.

Das Gameplay im Einzelspielermodus ist schon wesentlich besser als seine Story. Aus einer leicht schrägen Vogelperspektive steuern wir Bomberman völlig frei durch die einzelnen, sehr bunten Level. Das ganze Spielgeschehen hat dabei einen starken Puzzle-Touch, oft muss man mit den Bomben die verschiedenen Wege freisprengen oder auf geschickte Weise diverse Monster loswerden. Damit dies nicht zu eintönig wird, haben die Entwickler verschiedene Bombenarten und Power-Items in Form von Charaboms (Pokemon-ähnliche Monster) eingebaut. Diese Charaboms können mit verschiedenen Extras gestärkt werden und erreichen auch mit der Zeit höhere Level. Uns stehen sie vor allem durch Spezialfähigkeiten zur Seite, die Bomberman automatisch nutzt, sobald das Charabom ausgerüstet ist. Zusammenfassend kann man sagen, das diese Puzzel-Action Mischung ganz gut funktioniert, uns aber etwas zu kindisch inszeniert war. Für echte Japano-Freaks dürfte das Spiel allerdings genau richtig sein, denn es ist bunt, laut, schrill und trashig.

Besitzer von vier Joypads können schon mal die Tasten anwärmen, denn im Multiplayermodus lässt Bomberman, wie in fast jedem Teil, seine erst richtig Muskeln spielen. Die vielen Spielmodi bieten genügend Abwechslung für lange und wilde Bomberman-Zocker-Sessions nach alter Schule. Die Optik ist zwar auch hier in 3D-Cell-Shading, die Ansicht ist aber im Vergleich zum N64-Ableger wieder ganz klassisch von oben, so wie bereits beim ersten Teil der Serie.

Grafisch hat man sich für den Cel-shading-Look entschieden, und zu unserer Überraschung sieht dieser Stil beim guten, alten Bomberman hervorragend aus und passt nahezu perfekt zu Story und Gameplay. Besonders knallige und bunte Formen dominieren die Umwelt und die verschiedenen Monster sind teilweise richtig gut animiert. Der Sound bei Bomberman war schon immer Geschmackssache, aber diesmal ist er wirklich stellenweise etwas nervig. Die Sprachsamples hören sich an wie Hans Moser auf Speed und der "Japanotechno-Hektik-Sound" ist sicherlich auch nicht jedermanns Geschmack.

  • - GreenAcid"-"
  • "Bomberman Generations" ist besonders für Multiplayer-Fans absolut zu empfehlen. Der Spielspaß ist wie immer riesig, auch wenn es mitunter bei diesem Spiel etwas hektisch zugehen kann. Der Storymodus hat mit Bomberman eigentlich nicht mehr viel gemeinsam, ist aber durchaus gut durchdacht und bietet nicht nur für Fans genug Abwechslung und Spieltiefe. Die insgesamt sehr schrille und knallige Inszenierung des Spiel muss man natürlich vertragen können, gegebenenfalls sollte vorher einmal probegespielt werden.
Bomberman Generation (GC)
  • Singleplayer
  • 7,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
genialer Multiplayerspaß
witziger Storymode
stellenweise stressfördernder Sound
trashige Story
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