Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Blue Stinger: Keine Spur von Horror - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Blue Stinger: Keine Spur von Horror - Leser-Test von HALLofGAME
Irgendwann in grauer Vorzeit, lange bevor die Menschen über die Erde herrschten, stürzte ein gewaltiger Meteor auf die Yucatan-Halbinsel. Unendliche Staubmassen wurden aufgewirbelt und verdunkelten die Welt und als der unendliche nukleare Winter zu Ende ging, waren die Dinosaurier längst zugrunde gegangen...

65 Millionen Jahre später erschüttert ein schweres Erdbeben Mexiko. Es geht von der Yucatan Halbinsel aus und plötzlich taucht aus dem Krater der vorzeitlichen Katastrophe, indem sich längst ein See gebildet hat, ein kleines Eiland auf: die Saurierinsel! Schnell wird die Insel Schauplatz geheimer Forschungen, eine regelrechte Stadt entsteht und bald beherrscht der Biotechkonzern Kimra den neuen Flecken Erde.

Eines Tages schippert Eliot Ballade See-Retter der ESER (Emergency Sea Evacuation and Rescue) nichtsahnend auf dem See herum, da stürtzt wieder ein Meteor vom Himmel und hüllt die geheimnissvolle Saurierinsel in eine Energiekuppel, die sich schnell ausdehnt. Kaum hat sie auch Eliots Boot erafsst wird es auch schon von scheusslichen, fliegenden Kreaturen angegriffen und Eliot geht über Bord und verliert das Bewußtsein. Als er wieder erwacht, findet er sich auf der Saurierinsel wieder und stolpert völlig unbedarft in die wohl schwierigste, gefährlichste und mysteriöseste Evacuation and Rescue Mission, die er je erlebt hat!

In Gestalt von Eliot verschafft Ihr Euch Zugang zu der geheimisvollen Kimra-Anlage und es dauert nicht lange bis die ersten gegnerischen Kreaturen, seltsam mutierte humanoide Wesen, Eliots Wege kreuzen. In Ermangelung von Waffen muß Eliot die Fäuste sprechen lassen, wird aber umgehend mit zahlreichen Münzen belohnt, die alles besiegten Gegner auf der Saurierinsel zurücklassen, nachdem man sie nur nachdrücklich genug bearbeitet hat. So geht es immer weiter und in bester Third-Person Action-Adventure Manier gilt es verschiedenen Goodies einzusammeln, Code-Karten zu finden oder mit den eingesammelten Münzen weitere Ausrüstung, wie z.B. Healthdrinks oder Waffen und Munition zu kaufen. Unterbrochen wird das Standard-Gameplay immer wieder von umfangreichen Cut-Scenes in Spielegrafik, die den Handlungsverlauf vorantreiben.

Natürlich wurden auch pflichtgemäß kleinere Denkeinlagen eingebaut, von der simplen Kistenschieberei oder der Eingabe bestimmter Kombinationen, bis hin zu labyrinthischen Wegfindungen. Dazu kommen diverse Sidequest, für die man allerdings auch ein paar Meter zuviel zurücklegen muß, was den Spielverlauf trotz Zeitlimits unangenehm in die Länge zieht. Unangenehm insbesondere deswegen, weil alle besiegten Standardgegner grundsätzlich immer wieder auftauchen, sobald man den gleichen Abschnitt wieder betritt! So konnt man leicht auch mal in den fragwürdigen Genuß, demselben Mutantenpack auch vier oder fünf Mal das hierzulande mal wieder grüne Blut aus dem Leib prügeln, bzw. schiessen zu müssen!

Zusätzlich erschwert wird das Ganze leider durch die im Genrevergleich etwas hakelig ausgefallene Steuerung. Ob nun gelaufen, gekrochen oder auch mal geschwommen wird, immer bewegen sich Elliot und Dogs einen deutlichen Tick unbeholfener als die Mehrheit ihrer Genre-Kollegen! Zum Glück hat man im letzten Augenblick noch verhindert, daß auch die Pal-Spieler unter der verkorksten Kamera der Originalversion leiden müssen, sodaß sich auch die gemächlicheren Bewegungen der Protagonisten nicht wirklich negativ spielentscheidend auswirken. Immerhin ist auch die Pad-Belegung nicht zum Alliierten der Monster geworden, sie ist gut durchdacht und nach einer Weile intuitiv zu beherrschen.

e_gz_ArticlePage_Default