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Bloody Roar: Bunt und schnell - Leser-Test von Theo


1 Bilder Bloody Roar: Bunt und schnell - Leser-Test von Theo
Beat' Em Ups gehören zu meinen Lieblingsspielen, denn es gibt nichts schöneres, als dem Gegner ordentlich was vor die Glocke zu hauen. Deswegen habe ich mir auch Bloody Roar mal genauer angeschaut.
Bloody Roar ist ein Prügelspiel für die gute alte PSOne von Hudson. Es ist in ganz 3D gehalten, und das sogar besser als bei Tekken 3. Mit den L-Tasten kann man Sidesteps machen, um so elegant seinem Gegner auszuweichen. So kann man auch die komplette Kampffläche ausnutzen und kämpft nicht nur auf einer Linie. Ansonsten gibt es das Quadrat für einen Punch und X für einen Kick. Fans von Tekken werden sich jetzt fragen: Ist das alles? Nein, das Spiel hat noch eine Besonderheit. Jeder Charakter hat ein tierisches Alter Ego. Es gibt eine Energieleiste, die die Beast-Energie anzeigt. ISt diese voll, kann man mit O in den Beast Modus wechseln, in dem man sich in eine gefährliche Bestie verwandelt. Hier kommt erst der richtige Spielspaß auf. Es gibt weitere Angriffsmöglichkeiten, die man im normalen Modus nicht durchführen kann. Ausserdem gibt es noch den Rave Modus. Hier hat man die doppelte Stärke, dafür steckt man aber auch den doppelten Schaden bei Treffern ein.
Diese Metamorphose ist recht nett gemacht, das taktische Wechseln zwischen normalem und Beast Modus sollte gut durchdacht sein. Leider wird das Spiel auch sehr hektisch dadurch, da die Verwandlungen durch bunte, schnelle Grafikeffekte begleitet sind, die sehr vom eigentlichen Kampf ablenken können. Etwas weniger grell und schnell wäre sicherlich besser gewesen.
Es gibt auch einen Kombomodus, der allerdings bei weitem nicht so komplex ist wie bei Tekken. Hier muss allerdings lange geübt werden, bis man eine 15er Kombo hinbekommt, aber dann geht es richtig los. Leider kann das Kampfsystem auch in wildes Tastenkloppen ausarten, vor allem wenn der Gegner wild zwischen den beiden Modi hin und her schaltet.
Die Charaktere sind gut ausbalanziert, es gibt welche mit reiner Kraft, die dafür langsam sind, sowie flinke Kämpfer, die allerdings nur wenig Schaden anrichten. Ebenso gibt es Allround-Kämpfer, die eine gute Mischung zwischen Kraft und Gescdhwindigkeit darstellen.
Die Grafik ist wirklich gut, die Texturen sehr detailliert, das Gameplay ist absolut flüssig. Der Sound gefiel mir besonders gut, hier gibt es harte, aber auch melodische Gitarrenmusik, die an die gute alte Glam Rock-Zeit erinnern. Leider sind die Soundeffekte der Kämpfer recht nervig, aber das ist ja leider bei den meisten Prüglern der Fall.
Alles in allem ist Bloody Roar ein recht nettes Spiel, im Vergleich zu Tekken muss ich dieses jedoch vorziehen. Hier gibt es super komplexes Kampfsystem, das mir besser gefällt, da es nicht so hektisch ist und eine bessere Balance zwischen Blocken und Angriff bietet. Ausserdem sind die Charaktere bei Tekken viel besser, man kann besser seinen Favoriten finden und sie wirken recht realistisch. Bei Bloody Roar wirken die Charaktere viel flacher, einen wirklichen Lieblingscharakter habe ich nicht direkt gefunden. Wer auf schnelle, actionreiche Kämpfe steht, kann bedenkenlos zugreifen, Bloody Roar ist wirklich nicht schlecht, aber ein richtiger Hammer ist es leider auch nicht. Anschauen sollten es sich Prügler-Fans aber auf jeden Fall mal, es ist gutes Mittelmaß.

Negative Aspekte:
zu hektisch

Positive Aspekte:
Musik, Metamorphose zum Biest

Infos zur Spielzeit:
Theo hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Theo
  • 7.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 6/10
    Sound: 9/10
    Atmosphäre: 6/10
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