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Bloodwych: Zu Zweit im dunklem Keller - Leser-Test von RAMS-es


1 Bilder Bloodwych: Zu Zweit im dunklem Keller - Leser-Test von RAMS-es
Bloodwych

Image Works war schon immer gut für Innovationen in Sachen Computerspielen. Mit BLOODWYCH haben die Entwickler damals ein absolut neuartiges Rollenspielgefühl am Computer geschaffen. Bei BLOODWYCH dürfen nämlich zwei Spieler gleichzeitig ins Abenteuer ziehen. Heute vermissen wir solche mutigen Schritte das Game Design zu verbessern bei den Entwickler. Vielleicht sind deswegen so viele große Namen untergegangen.

Bei BLOODWYCH ist aber außer dem Zwei-Spieler-Modus nicht viel Originelles zu finden. Das Spiel hält sich eng an sein großes Vorbild DUNGEON MASTER. So darf man sich aus sechzehn Helden und Heldinnen eine vierköpfige Party zusammenstellen. Jeder der Recken kann sich für einen von vier Berufen entscheiden. Da gibt es zum einen den Assassinen, den Magier, den Krieger und einen Allrounder, der keine besonderen Stärken und Schwächen aufweist. Alle Charaktere können im Verlauf des Spiels ihre Fähigkeiten noch verbessern. Anders als bei anderen Rollenspiele, können aber alle Klassen auch Zaubersprüche erlernen. Trotzdem tut sich ein Zauberer dabei aber deutlich leichter als der Schwertkünstler, denn je mehr Magiepunkte man zur Verfügung hat desto stärker kann man den Spruch dosieren.

Neben den obligatorischen Monstern und Gezücht trifft man in den dreidimensionalen Gängen auch zahlreiche friedliche Abenteurer. Mit diesen kann man dann so manchen Plausch halten, um so an nützliche Informationen heranzukommen. Noch wichtiger ist aber der Handel mit diesen Reisenden. Denn ohne ausreichend Nahrung wird man elend zu Grunde gehen. Auch der Erwerb neuer Waffen und Rüstungen ist durchaus sinnvoll, den die Gefährlichkeit der Gegner steigt kontinuierlich an. Aber man findet auch diverse Läden in den unterirdischen Labyrinthen, wo man nicht mehr benötigte Gegenstände gegen klingende Münze umtauschen kann, selbstverständlich aber auch neue Utensilien einkaufen kann. Wenn man zu zweit in die Gewölbe aufbricht, teilt sich der Bildschirm in zwei Hälften. Dann kann man getrennt voneinander die Rätsel von BLOODWYCH lösen. Die beiden Partys können sich sogar bekriegen. Sinnvoller ist es jedoch, tayloristisch die Aufgaben zu teilen und zu kooperieren. In diesem Spiel Modus, sind einige Rätsel nur zusammen zu lösen.

BLOODWYCH bietet mit dem Zwei Spieler Modus ein interessantes Spielelement, aber hat streckenweise arge Schwächen. Die Kämpfe gestalten sich langatmig und wenig abwechslungsreich, das liegt vor allem daran, daß man sich als Spieler eher als Zuschauer fühlt denn als Akteur. Auf der technischen Seite hat Image Works auch eher geschlampt. Auch auf dem Amiga und Atari ST kann man sich nicht wirklich an der Präsentation erfreuen. Die Monster sind nur dürftig animiert und die ewig grauen Gänge sind auch nicht das Wahre. Dieses Opfer mußten die Entwickler für das Splitting erbringen. Am schlimmsten drückt aber der grottenschlechte Sound auf die Stimmung. Gerade bei Rollenspielen spielt aber die musikalische Kulisse eine enorme Rolle. Insgesamt hätte aus BLOODWYCH mehr werden können, wen etwas mehr Feintuning gemacht worden wäre. Dennoch hat man auch heute noch mit diesem Spiel, gerade zusammen mit einem Freund, einen Riesenspaß und BLOODWYCH ist die paar Euro wert, die man dafür ausgeben muß. Die etwas später erschienene BLOODWYCH DATA DISK verlängert das Spielvergnügen noch und bügelt ein paar grobe Schnitzer aus. Mit etwas Glück kann man beider Programme zusammen im Bundle finden.

Text von Andreas Joachim Mergner

Negative Aspekte:
Etwas zu viele offene Spielfäden...

Positive Aspekte:
Der Zwei Spieler Modus!

Infos zur Spielzeit:
RAMS-es hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    RAMS-es
  • 6.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 7/10
    Sound: 5/10
    Atmosphäre: 7/10
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