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Legacy of Kain: Blood Omen 2 - Der Vampir in dir! - Leser-Test von Ultraschall


1 Bilder Legacy of Kain: Blood Omen 2 - Der Vampir in dir! - Leser-Test von Ultraschall
Jeder, der früher im Besitz einer Playstation 1 war, dürfte das Horror-Action-Adventure "Blood Omen 1" kennen, dass mit einer unglaublich fesselnden Story aufwarten konnte. Ihr seid damals als blutsaugender Vampir Kain ausgezogen, um Rache und Vergeltung an euren Feinden zu üben.
Nun hat sich die Spielefirma Eidos daran gemacht einen zweiten Teil zu diesem Ausnahmetitel zu produzieren. Was dabei entstand, möchte ich euch jetzt näher bringen, denn der Titel "Legacy of Kain: Blood Omen 2" ist wohl einer der schaurigsten Spiele für die Playstation 2 der letzten Monate.

Zur Hintergrundgeschichte des Spiel zu sagen, das "Legacy of Kain: Blood Omen 2" etwa vierhundert Jahre nach dem ersten Teil angesiedelt ist. Der Vampir Kain hat sich dafür entschieden das Land Nosgoth zu beherrschen. Zwei Jahrhunderte lang zieht Kain nun mit seiner Vampirarmee durch das Land und verbreitet dabei Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. Erst vor den Toren Meridians, der Hauptstadt Nosgoths, wird Kain schließlich von den Sarafan-Kriegern vernichtend geschlagen. Dabei verliert der bösartige Obervampir sein gut gehütetes Schwert "Soulreaver" und verfällt durch die vernichtende Niederlage in ein tiefes Koma.
Erst zweihundert Jahre später erwacht der Vampir Kain irgendwo im Herzen von der Stadt Meridian wieder. Dabei bemerkt er, dass er schwach ist und sein Gedächtniss weißt durch den langen Schlaf einige Lücken auf. Nur bruchstückhaft und sehr langsam kehren die Erinnerungen in Kain's Gedächtniss zurück. Da taucht schließlich die zwielichtige Vamirlady Umah auf und klärt den Oberblutsauger darüber auf, was in den letzten zweihundert Jahren passiert ist. Dabei erfährt er, dass die Sarafan-Krieger die Herrschaft über Nosgoth an sich gerissen haben, nachdem Kain selbst von ihnen geschlagen worden war. Dabei wurden alle Vampire, die nicht bereit waren für die Sarafan-Krieger zu kämpfen, in einer Art Hexenjagd durch ganz Nosgoth gejagt und getötet. Nur wenigen von ihnen gelang die Flucht in den Untergrund von Nosgoth, wo sie sich zusammenschlossen und die Widerstandsgruppe Gabal bildeten. Umah, die Vampirlady, bittet den Obervampir Kain schließlich darum, ihr im Kampf gegen die Sarafan-Krieger zu helfen. Niemand weiß ja letztentlich, dass Kain wieder auferstanden ist, und so wäre er ein sehr hilfreicher Verbündeter. Der Gedanke gefällt ihm zwar gar nicht, aber er sieht ein, dass er, um Rache an seinen Feinden zu nehmen, zunächst Hilfe gebrauchen könnte. Da ja durch seinen langen Schlaf sein Gedächtniss gelitten und er auch seiner vampirischen Fähigkeiten verloren hat, wäre das nur zu seinem Vorteil. Ohne diese dunklen Gaben wäre er ja schließlich auch kein Gegener für die Obersten der Sarafan-Krieger. Also muss er zunächst auf die Suche nach seinen damaligen Gefolgsleuten gehen, um sie ihrer Fähigkeiten zu berauben und wieder der perfekte Jäger zu werden, der er einst war.

Ab hier schlüpft ihr in die Rolle des Obervampires Kain. In einem ausführlichen Einführungstutorial lernt ihr nun die Steuerung von Kain zu beherrschen und nach kurzer Zeit schon seid ihr in der Lage die ersten Feinde zu einer leichten Beute für euch zu machen. Mit der richtig getimten Kombination aus verschieden Blocks und Schlägen nimmt man dann auch schließlich seltens sehr viel Schaden. Besonders hilfreich ist da die "Auto-Face-Funktion", die dafür sorgt, dass euer Obervampire Kain per Knopfdruck immer seinem aktuellen Gegener zugewandt ist. Besonders das richtige Ausweichen solltet ihr zu beginn des Spiel üben, denn die späteren Gegner sind klüger und vor allem wesentlich stärker als ihr. Sie haben dann auch die Angewohnheit sich zu ducken, oder sie parieren eure Schläge und beherrschen dazu noch verheerende Special Moves, die ihr nicht abblocken könnt. Zu beginn des schaurigen Abenteuers jedoch habt ihr es noch mit einfachen Dieben und leichtbewaffneten Söldnern zu tun. Erst im späteren Spielverlauf stellen sich euch dann Sarafan-Krieger, Killer, Dämonen und Riesenspinnen in den Weg.
Das Auweichen hat für euch natürlich noch andere Vorteile, denn es schont zusätzlich eure Waffen. Ihr könnt immer nur eine Waffe mit euch führen, welche dann auch noch bei zu starkem Gebrauch kaputt gehen kann. Wenn ihr aber waffenschonend kämpfen wollt, dann wählt letztentlich nicht immer den offenen Kampf. Mit Hilfe der dunklen Gaben, die ihr euch ja von euren abtrünnigen Gefolgsleuten holen könnt, habt ihr meist die besseren Chancen leichter an eure Beute zu kommen. Zum Beispiel könnt ihr euch mit dem Nebel verschmelzen, um schließlich unbemerkt an eure ahnungslosen Opfer zu kommen. Ein kurzer Druck auf die Angriffstaste genügt dann, um eine blutige und tödliche Stealth Attacke auszuführen, die je nach benutzter Waffe anders aussieht. Ihr könnt natürlich auch andere Gaben einsetzen, wie zum Beispiel den Super-Sprung, den ihr aus gebührendem Abstand ausführt, um das Angrifsziel schließlich mit einem starken Schlag zu schwächen. Habt ihr euer Opfer dann entlich erledigt, sollte man es auch zur Ader lassen, um verlorene Lebensenergie zu bekommen. Hierbei muss euer Held nicht mal seine langen Fangzähne in sein Opfer schlagen. Vielmehr könnt ihr aus einiger Entfernung den roten Lebenssaft aus dem besiegten Gegner ziehen. Damit füllt ihr nicht nur euren Blutvorrat wieder auf, sondern füllt zusätzlich noch das sogenannte Lore-Meter auf. Ist diese Leiste einmal voll, verlängert sich euer Blutbalken und ihr habt sofort mehr Lebensenergie zur Verfügung. Es kann sich letztentlich auch mal lohnen etwas durch die Straßen von Nosgoth zu streifen, um den vorbeilaufenden Passanten etwas Blut abzuzapfen, damit ihr später bei den Hautkämpfen mehr Lebensenergie besitzt.
Aber auf das Kämpfen alleine kommt es bei "Legacy of Kain: Blood Omen 2" nicht die ganze Zeit an, denn ihr müßt bei einigen Levels auch eure Gehirnzellen anstrengen, damit ihr den Level auch schaffen könnt. Wer sich aber letztentlich mit den dunklen Gaben seines Helden Kains gut beschäfftigt hat, wird mit den Rätzeleinlagen im Spielverlauf keine großen Probleme haben. Diese Rätzeleinlagen basieren meist auch auf der von den Sarafan-Kriegern eingesetzten Glyph-Magie. Mit dieser Energie können Türen geöffnet, Maschinen bewegt und Schalter betätigt werden.

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