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Legacy of Kain: Blood Omen 2 - Der Antiheld - Leser-Test von tom31ush


1 Bilder Legacy of Kain: Blood Omen 2 - Der Antiheld - Leser-Test von tom31ush
Lange ist es her, dass wir uns mit den Antihelden Kain durch diverse Levels schlagen durften.
Schon damals auf der PSX zog das fesselnde Spielprinzip mit seinen Tücken Tausende in den Bann. Nun ist der Obervampir und ehemalige Edelmann zurück. Voller Rachsucht will er eine neue Weltherrschaft antreten und ihr habt Gelegenheit in dabei zu begleiten. Wenn das nicht die böse Seite in uns weckt...

Die Story

"Blood Omen 2" führt konsequent die Geschichte des Vorgängers weiter.
Kain hatte nach seiner Niederlage gegen den mächtigen Sarafan Orden alles verloren. Sein kostbares Soul Reaver Schwert, sein so geliebtes Leben als tyrannischer Vampir-Fürst und seine Erinnerung. Was er nicht wusste, die Vampire (und somit er) waren von ihresgleichen verraten worden. Jahrhunderte, die Kain in einer Art Trance verbrachte, waren ins Land gezogen, als unser Antiheld in einem kleinen Häuschen in mitten von Meridian aufwachte. Kaum unter den "Lebenden" (mehr oder weniger *g*) wird er auch schon von sogenannten Widerstandskämpfern (in Person der reizenden Vampir-Lady Umah) um Hilfe gebeten
Nur aus Eigennutz schliesst er sich den Untergrundleuten an. Um seine egoistischen Ziele, Rache zu nehmen und die Herrschaft wiederzuerlangen, zu erreichen, braucht er Verbündete.

Das Gameplay

Wie beim Paralleltitel aus der "Legacy of Kain" - Reihe "Soul Reaver 2" handelt es sich auch bei diesem Spiel um ein Action-Adventure, welches jedoch meines Erachtens mehr Wert auf den ersten Teil der Genrebezeichnung (also Action) legt.
Die Steuerung wurde sehr simpel gehalten, was vorallem Anfängern zu gute kommt. Durch einfaches Knopfdrücken schwingt ihr euch durch die Lüfte, zieht euch an Kanten von Felsvorsprüngen hoch oder gleitet vampir-mässig durch die Gegend.
Wer jetzt erwartet nur kampfbetontes Leveldesign vorgesetzt zu bekommen, der irrt. Durch spezielle, dunkle Gaben, wie etwa Telekinese (Gedankenübertragung), Nebel oder Bann, kann Kain viele Situationen auch völlig gewaltlos lösen. Oder soll ich lieber sagen könnte (*g*), denn natürlich muss unser Ex-Edelmann seinen Blutdurst stillen und dies kann man halt nur in dem man (im wahrsten Sinne des Wortes) über Leichen geht.
Innovative Boss-Kämpfe (sind in drei Phasen unterteilt), allerhand durchdachte Rätsel (welche im Laufe der Geschichte an Umfang und Schwierigkeit zunehmen) und kleinere Combo-Varianten während eines Fights runden das durchaus gelungene Gameplay ab.

Die Grafik

Wer das selbe grafische Feuerwerk, wie bei "Soul Reaver 2" erwartet hat, wird ziemlich schnell enttäuscht sein. An diese Brillianz kommt der aktuelle Titel leider nicht heran. Trotzdem sind die Figuren alle sehr hübsch modelliert und bis in die Fingerspitzen animiert. Auch die Gestaltung der gewollt düsteren Levels mit den ansehnlichen Texturen und den teils hübschen Effekten kann sich durchaus sehen lassen. Die Entwickler haben mit viel Liebe zum Detail gearbeitet und dies sieht man in jedem Bereich des Spieles (unruhige Schatten werden durch eine Petroleumlampe an die Wand geworfen, ein gruseliger Friedhof ist nach horrorfilm-manier in dicke Nebelschwaden gehüllt und so weiter - die Aufzählung könnte ins Endlose gehen).
Aber auch die schönste Grafik hat ihre Schattenseiten. Die hier von den Entwicklern benutzte Streaming-Technologie
(welche die Grafik des nächsten Abschnitts während des Spielens einläd) hat den Nachteil, die Playstation 2 an ihre Speichergrenze zu bringen. Dem Spieler wird dies ganz deutlich durch heftiges Ruckeln angezeigt.

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