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Blinx im Gamezone-Test


1 Bilder Blinx im Gamezone-Test

Wohl jeder hat in Gedanken schon einmal die Zeit verdreht, sich gewünscht die letzte Halbe Stunde doch rückgängig oder die Zeit anhalten zu können. Blinx, die freche Weltraumkatze aus der Zeitfabrik kann dies und lädt uns ein ihr erstes Abenteuer zu erleben. Dabei handelt es sich auf den ersten Blick um ein nett gemachtes Jump&Run mit viel Aktion und noch viel mehr Farbe. Besonders Blinx selbst ist sehr lieb gestaltet und eine Spielfigur zum knuddeln. Ihm also wurde die Aufgabe zugetragen sich um die böse Tom-Tom-Gang zu kümmern, die einen befreundeten Planeten überfallen haben und nun beginnen die Zeit von dort zu stehlen. Um schlimmeres zu verhindern hat man sofort die Zeitlieferung an diesen Planeten gestoppt und alle Mitarbeiter der Zeitfabrik von dort abgezogen. Alle, nicht ganz, denn Blinx mit seinem gesteigertem Selbstwertgefühl fühlt sich der Sache gewachsen, weswegen er sich gegen den Befehl seiner Vorgesetzten zum Planeten begibt um den Zeitdieben das Handwerk zu legen. Ausgestattet ist unser Held mit einem Staubsauger, den er aber nicht wie Luigi benutzt um die Bösen einzusaugen, sondern mit dem er herumliegenden Müll einsaugen und daraufhin gegen die Feinde schmeißen kann. Neben dem Müll gibt es noch allerlei Symbole zu sammeln, welche aber erst in der richtigen Reihenfolge einen Sinn ergeben. Gesammelt werden die Dinger nämlich in einem Behalter der genau vier Stück fasst. Ist der Behälter voll wird ausgewertet. Befinden sich z.B. drei Herzchen darin, erhält Blinx ein Extra-Leben, bei drei Pyramiden hingegen gibt es einmal "Vorspulen" etc... Die Zeitmaschine wird nämlich wie ein Videorekorder bedient, mit den Funktionen Pause, Rückspulen, Vorspulen und Zeitlupe. Am kniffeligsten allerdings gibt sich die "Record"-Funktion, welche dazu dient einen Lauf von Blinx aufzuzeichnen um daraufhin einen Zweiten beginnen zu können. Der erste Blinx wird sodann exakt den aufgezeichneten Weg ablaufen während wir nun mit zweitem Blinx ein entsprechendes Rätsel lösen können, wie Türen die zwei gleichzeitig zu drückende Schalter besitzen.
Der Spielablauf ändert sich dabei von Level zu Level kaum. Immer geht es darum vom Start- zum Zielpunkt zu gelangen und alle Monster auf dem Weg dorthin auszulöschen. Die Anfangslevel sind da noch recht linear aufgebaut, die späteren jedoch verleiten schon mal dazu im Kreis zu laufen. Nach erreichen des Ziels gibt's eine Aufstellung der erreichten Punkte, die wir sodann im Shop wieder ausgeben können. Dort gibt es eine Erweiterung für den Staubsauger, um mehr als nur fünf Teile aufnehmen zu können, Extraleben zu kaufen sowie diverse andere Hilfsmittel.

Die Grafik kann sich, trotz des kindlichen Charakters, durchaus sehen lassen. Die Level sind allesamt recht hoch detailliert und mit vielen Animationen versehen. Auch die Charaktere selbst sind sehr hübsch animiert und sorgen immer wieder für ein Grinsen beim Spieler. Ein grafisches Highlight allerdings stellt das verwendete Wasser dar, in dem sich nicht nur die Umwelt perfekt darin spiegelt, sondern auch die erzeugten Wellen scheinen direkt aus dem Leben gegriffen. Springt man mit Blinx in das Wasser breitet es sich Ringförmig um in herum aus, bewegt er sich hingegen im Wasser, schiebt er eine richtige Bugwelle vor sich her die sich, immer breiter werdend, nach hinten verläuft bis sie sich am Ufer o.Ä. bricht.

Auch die Soundkulisse kommt etwas kindlich aber trotzdem sehr professionell daher. Die Musikstücke scheinen wie für die Level geschaffen und unterstreichen die lustige und teilweise etwas hektische Atmosphäre hervorragend. Dafür geben sich die Soundeffekte eine kleine Blöße, nicht weil sie qualitativ nicht mithalten könnten, als viel mehr weil sie sich sehr oft wiederholen. Trotzdem kann man reinen Gewissens auch den Sound als sehr gelungen bezeichnen.

Die Steuerung kommt neben dem Stick mit ganzen drei Tasten aus, die mit dem Sprung, dem Wurf und der Zeitfunktion belegt sind. Mehr benötigt man nicht um alle Features ausnützen zu können. Dafür kämpft die Kamera leider mit einigen Schwierigkeiten, die sich zwar frei im Raum drehen und kippen lässt, allerdings mitunter meint an bestimmten Objekten festhalten zu müssen. So zum Beispiel bei den Endgegnern, welche die Kamera immer im Blickfeld zu halten versucht, selbst wenn wir ganz woanders hinlaufen wollen. So kommt es schon mal vor, dass man einfach ins Leere laufen muss, in der Hoffnung schon den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Blinx - The Time Sweeper" ist ein qualitativ hervorragendes Jump&Run für die Xbox welches nicht nur die jungen Spieler vor den Schirm zu fesseln vermag. Die gesamte Präsentation ist sehr stimmig und liebevoll umgesetzt worden, was man einfach an jeder Ecke des Spiels zu merken ist, wenn ich das so ausdrücken darf. Die verwendete Zeitfunktion wurde gut spielbar integriert und verleiht dem Game einen Touch wie kein anderes Jump&Run ihn aufweisen kann. Sicher wird einem nicht so eine schnelle Aktion geboten wie z.B. bei Sonic the Hedgehog oder soviel Abwechslung wie bei Mario, trotzdem ist Blinx alles andere als eine Schlaftablette, denn durch das gegebene Zeitlimit und die nicht zu verachtenden Endbosse wird wahrlich genug Aktion geboten. Ob der Titel allerdings genug Motivation freisetzen kann um es mehrmals durchzuspielen wird sich erst zeigen müssen, denn irgendwie kann man sich des Verdachts nicht erwehren immer wieder dieselben Aufgaben zu erfüllen, nämlich das Ziel zu erreichen und alle Monster auf dem Weg dorthin zu erlegen.
Blinx (XB)
  • Singleplayer
  • 7,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Nett gestaltete Level und noch viel nettere Charakter
flottes Gameplay
Es stellt sich recht schnell ein Wiederholungseffekt ein
der die Motivation etwas nach unten drückt
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