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Blair Witch Volume 3: Die Elly Kedward Sage - Teil 3 des Unglücks - Leser-Test von Berte


1 Bilder Blair Witch Volume 3: Die Elly Kedward Sage - Teil 3 des Unglücks - Leser-Test von Berte
Ich möchte mich ja jetzt nicht hinstellen und sagen: "Hab ich's nicht gesagt?". Aber habe ich es nicht schon vor fast einem Jahr gesagt? Natürlich weiß jetzt niemand wovon der olle Berte jetzt wieder faselt, aber ich habe schon zwei Berichte geschrieben und zwar über die beiden Blair Witch Filme. Damals waren die Pläne für ein BW-Spiel schon offiziell. Wer hätte denn ahnen können, daß ganz und gar 3 Teile auf den Markt geworfen werden sollen. Hatte da jemand Angst, daß der BW-Boom schneller abflauen könnte, als sich die Geldbeutel der betreffenden Personen füllen konnten? Ich werde mich zu meinen Vorwürfen unten näher äußern!

Das ist halt Marketing! Selbstredend, daß auch die spielerische Umsetzung des Kassenknüllers unter den typischen Kommerzkrankheiten leidet, die halt jede Kinoadaption mit sich bringt. Wenn alles Geld in die Lizenz fließt, dan bleibt halt kein Budget für ein ordentliches Spiel. Am besten der Reihe nach:

Ich habe mir nur den dritten Teil zur Brust genommen. Das ist auch gar nicht weiter wild, denn soweit ich das mitbekommen habe, hängen die Teile nicht zusammen. Allein die Umgebung ist jedes mal die gleiche, aber das versteht sich wohl von selbst. Die Hexe von Blair in der Provence... . Das wäre allenfalls Stoff für ein schlechtes B-Movie.

Das Spiel trägt den klangvollen Beinamen THE ELLY KEDWARD TALE und Elly ist natürlich eine Hexe. Sie selbst spielen Jonathan Prye, einen religiös angehauchten Mann im besten Alter, der aber seinen Glauben an Gott verloren hat und diesen nun in nervenzerreissenden Hexenjagden wiederzufinden hofft. Jawoll: Mister Prye ist Hexenjäger. Das ganze spielt natürlich lange vor unserer Zeit, denn die drei PC-Spiele sollen vielmehr die ganze Vorgeschichte der Hexe erzählen. Ich glaube die ganze Hexenverfolgungen fanden im 17./18. Jahrhundert statt. Jedenfalls dauert es nicht lange und unser Held findet sich am Tatort ein. Das Dorf ist in hellem Aufruhr. Die Einwohner fliehen, denn seltsame Kräfte sind am Werk. Eine Verdächtige sitzt bereits im Gefängnis (und erweist sich später als wertvolle Hilfe). Mehrere Kinder sind verschwunden und von da an ist das Spielprinzip klar. So wie Indiana Jones oder Miss Croft Artefakte und Teile davon auf der ganzen Welt suchen, obliegt es Mister Prye, die verschwundenen Kinder wieder aufzutreiben.

Zur Unterstützung hat der Hexenjäger ein sehr merkwürdiges Waffenarsenal zur Hand. Die grobe Einteilung der Waffengattungen ist: Standardwaffe (Pistole/Gewehr..), christliche Waffen (vor allem Kreuze, auch magische), Indianerwaffen (Heilungsstab...) und heidnische Waffen (alles was die Hexe von Welt in der Küche hat). Einige Waffen benötigen Mana, andere Munition. Beides, sowie Lebensenergie lassen die Gegner nach dem mehr oder weniger freiwilligen Dahinscheiden auf dem Boden liegen.

Aber wer jetzt glaubt, das Jonathan Prye die ganze Zeit den Wald nach Untoten und Pilzen absucht, der täuscht sich. Per Indianermagie geht es in die Welt der Götter und der Dämonen. Nur ändert sich kaum was. Wo vorher Bäume waren, stehen später Felsen; Brücken die vorher über Flüsse reichten, dienen nun der Überquerung von Schluchten.
Die Gegnervielfalt ist eher überschaubar. Vor allem Untote machen unserem Helden das Leben zur Hölle. Ein paar tollwütige Hunde, Geister und deren tierische Begleiter, Schattenwesen, ganz gleich was mir vor die Flinte kommt, mit maximal zwei Schüssen geht es endgültig ins Nirvana. Sogar die großen Endbosse beißen nach 4-5 Schüssen aus der großen Flinte ins Gras. Wirklich schwer wird es nie. Im Wald trifft man zumeist auf Zombies, die sind nicht nur sehr langsam, sondern auch meistens allein. Vermutlich ist das auch der Grund, warum Mister Prye weder springen, noch sich ducken kann. Das Spiel wäre einfach zu leicht!

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