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Blades of Steel: immer noch genial - Leser-Test von Restrictor


1 Bilder Blades of Steel: immer noch genial - Leser-Test von Restrictor
Heute möchte ich Euch mein Lieblingsspiel zu guten alten NES Zeiten vorstellen: Blades of Steel von Konami, erschienen zwischen 1989 und 1990. Wie es der Titel vielleicht schon erahnen läßt handelt es sich hierbei um ein Eishockeyspiel. Und es ist wirklich eine tolle Mischung aus Simulation und Action Elementen.

8 Teams stehen euch in diesem Spiel zur Auswahl. Keines davon hat irgendeinen Bezug zu amerikanischen oder sonstigen Profimannschaften. Zudem gibt es drei Schwierigkeitsgrade: Junior, College und Pro. Gespielt wird mit 6 Spielern auf jeder Seite (5 Feldspieler plus Torwart). Den Bully mit dem der Referee den Puck ins Spiel bringt, gewinnt ihr mit schnellem Drücken auf die A Taste. Danach benutzt ihr im Puckbesitz den B Knopf zum passen und A zum Schießen.

Man kann bei der Richtung des Schußes nur indirekt Einfluß nehmen. Während des gesamten Spieles bewegt sich ein Pfeil vor den beider Toren rauf und runter. Ihr schießt dann in die Richtung, in der der Pfeil zum Zeitpunkt des Schusses zeigte. Ein geniales System, dass genau platzierte Schüsse ermöglicht. In der Verteidigung bringen euch die Feuerknöpfe gar nicht weiter. Ihr versucht entweder einen Pass abzufangen oder den puckführenden Spieler zu checken. Schafft ihr es ihn dreimal zu checken, geht eine Schlägerei los. Mit den Feuertasten könnt ihr hier schlagen und blocken mit hoch und runter könnt ihr zudem die Höhe des Schlages bestimmt. Bei 5 eingesteckten Schlägen hat man verloren.

Aber das tolle: Der Gewinner einer Schlägerei darf auf dem Platz bleiben, während der am Boden liegende Verlierer vom Referee auf die Strafbank geschleift wird, auf der er jetzt zwei Minuten (bzw. 30 Sekunden effektive Zeit) oder bis zum gegnerischen Torerfolg innerhalb dieser Zeit bleiben muss. Auch noch mehr Regeln sind außer Kraft gesetzt. Um Abseits oder Zwei Linien Pässe braucht ihr euch nicht zu kümmern, nur Icing (unerlaubtes Puckwegschlagen) dürft ihr nicht begehen.

Bei manchen Checks verteilt der Schiri nach dem Zufallsprinzip Penalties. Entgegen dem üblichen Eishocky läuft hier nicht ganz allein ein Schütze auf den Goalie zu, sondern es ist eher eine Art „Elfmeter“. Ihr und der Gegner bzw. Computer wählt eine Richtung zum schießen und verteidigen aus. Seltsamerweise hält der Goalie 90% eurer Schüße, während ihr keine Ahnung habt, in welche Richtung der Computer schießt. Erfahrene Spieler können aber die Richtung kurz nach dem Schlag erahnen und haben somit eventuell noch eine Möglichkeit an den Puck zu kommen. Auf jeden Fall eine ganz schlechte Lösung. Ein Penalty wo der Spieler ganz allein auf den Goalie zufährt wäre einfach zu programmieren gewesen und hätte mehr Spaß gemacht. Einzige Schwäche dieses Spiels.

Mein Fazit: Ein irres Spiel und im Zweispielermodus unschlagbar. Das der Schuß in die Richtung des Pfeils geht ist eine prima Lösung und da der Spieler den Goalie selbst steuern muß hat man sich die Tore im Fall des Falles selbst zuzuschreiben. Was ich neben dem misslungenen Penaltyschießen noch bemängeln muß ist der Schwierigkeitsgrad. Dieser ist deutlich zu leicht, auch im höchsten Schwierigkeitsgrad. Auch wäre es toll gesesen, wenn man bei einem Pass den empfangenden Spieler selbst wählen könnte, aber in den 8 Bit Zeiten war das wohl noch nicht. Probiert es nochmal aus, wenn ihr noch ein NES euer Eigen nennt. Mir macht es auf jeden Fall mehr Spaß als EAs NHL Spiele.

Negative Aspekte:
Penalties

Positive Aspekte:
Betonung auf Action

Infos zur Spielzeit:
Restrictor hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Restrictor
  • 7.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 6/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 4/10
    Atmosphäre: 10/10
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