Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Biofreaks: Brutalität in Reinkultur - Leser-Test von pineline


1 Bilder Biofreaks: Brutalität in Reinkultur - Leser-Test von pineline
Ein Genre, mit welchem ich mich bei Videospielen nur äußerst selten beschäftigt habe, ist das der Beat'em Ups. Prügelspiele sind eigentlich nicht ganz mein Geschmack, doch werden diese beeindruckend in Szene gesetzt und sind sowohl Grafik als auch Soundeffekte prachtvoll, so kann es schon einmal vorkommen, dass ich mir mit einer Freundin oder einem Freund eine Schlag- oder Trittkombination um die Ohren haue. "Bio Freaks" gehört allerdings eigentlich nicht zu den herausragenden Spielen, doch irgendwie ist mir dieses Beat'em Up trotzdem in Erinnerung geblieben, woran meine beiden Brüder auch nicht ganz unschuldig waren. Da wir mittlerweile zwei Versionen dieses Spiels besitzen (das Spiel kostet mittlerweile nur noch maximal 10€), berichte ich Euch über beide Spielmodule beginnen möchte ich erst einmal mit der Version für die Sony Playstation, doch auch die N64-Version werde ich in naher Zukunft erwähnen. Jedenfalls erschienen beide Versionen im Jahr 1998 und da es sich bei "Bio Freaks" um ein Prügelspiel handelt, welches nicht alltäglich ist, hat es meiner Meinung nach auch eine entsprechend ausführliche Erwähnung auch heute noch verdient.

Die Hintergrundgeschichte von Bio Freaks spielt in der Zukunft, die eigentliche Handlung beginnt zu dem Zeitpunkt, als ein heftiger Bürgerkrieg die Vereinigten Staaten von Amerika erschüttert. Was heute noch unvorstellbar zu sein scheint, passiert in Bio Freaks tatsächlich, denn Amerika zerfällt im wahrsten Sinne des Wortes in seine Einzelteile, nahezu jeder Staat ist auf einmal autonom. Ansonsten ist auch die politische Situation mit der unseren (noch? ) nicht zu vergleichen, denn Politiker haben schon lange nicht mehr das Sagen, sondern ausschließlich gewaltige Firmen in Form von Multikonzernen. Wie sich das gehört, denken diese nur an ihren eigenen Profit, insofern ist die Lage doch nicht unserer heutigen so unähnlich. Jedenfalls sind es bahnbrechende Erfindungen der Wissenschaft auf dem Gebiet der Mikroelektronik, die dafür sorgen, dass eine Art " biogenetischer Super-Soldat" erschaffen werden kann. Und so verwundert es wenig, dass sich jene skrupellosen Konzerne schnell die Vorteile jener Erfindungen unter den Nagel reißen und fortan nahezu am laufenden Band jene Superspezies entwickeln und in den Kampf schicken. Die künstlichen Soldaten werden aufs Schlachtfeld geschickt, um die gegnerischen Konzerne in ihre Schranken weisen zu können, doch irgendwann einmal wurde dies den Multikonzernen augenscheinlich zu kostspielig und so wird beschlossen, ganz spezielle Kampfarenen zu errichten. In diesen Arenen stellt jeder Konzern einen eigenen Soldaten, der mit den allerneuesten Errungenschaften der Kriegskunst ausgerüstet ist. Sieg oder Niederlage der entsprechenden Krieger entscheiden dann über den Machtbereich des entsprechenden Konzerns. Somit steht für die Firmen eine Menge, wenn nicht sogar alles auf dem Spiel, die äußerst brutalen Kämpfe können beginnen.

Insgesamt existieren acht mächtige Multikonzerne, welche ihr Machtgebiet vergrößern oder zumindest halten wollen, so dass acht Kampfmaschinen in die Schlacht geworfen werden. Jede Cyber-Kampfmaschine verfügt über ganz individuelle Stärken und Schwächen, wobei die Entwickler sich hier als besonders kreativ erwiesen haben. Denn was die einzelnen Krieger für Manöver ausführen, ist in der Tat bemerkenswert, hier wird wirklich ein Feuerwerk an teils doch sehr skurril wirkenden Ideen abgeschossen, was schließlich der Hauptgrund dafür war, dass mir dieses Videospiel auch heute noch gut in Erinnerung geblieben ist. So existiert beispielsweise ein Zombie, dem die rechte Hand durch eine wuchtige Stahlkugel ersetzt wurde, ein anderer Kämpfer hält zwei furchterregende Maschinengewehre in seinen Armen. Doch auch die anderen Kämpfer haben einiges zu bieten, so dass es in den Kämpfen vor mörderischen Attacken durch Schüsse, Bomben, Granaten, Raketen und Kanonen nur so wimmelt. So brutal die Szenerie zunächst auch wirken mag, so amüsant sehen die Animationen teilweise aus, so dass selbst jemand wie ich, der mit solchen extrem brutalen Spielen eigentlich grundsätzlich nicht so wahnsinnig viel anfangen kann, manchmal grinsen musste. Action gibt es hier auf jeden Fall satt, ruhige Gemüter wenden sich allerdings mit Grausen ab.

e_gz_ArticlePage_Default