Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Beatmania im Gamezone-Test


1 Bilder Beatmania im Gamezone-Test

Bei "Beatmania" handelt es sich um ein Musikspiel der etwas anderen Art. Besonders deswegen, weil man es nicht nur mit dem normalen Joypad spielen kann, sondern viel besser mit dem im Set erhältlichen "Turntable Peripheral", bei dem es sich um einen elektronischen Plattenteller mit kleiner Klaviatur handelt. Bei dem Game geht es darum, bekannte Musikstücke nachzuspielen. Dafür laufen auf einer sechsspurigen Bahn die jeweiligen Einsätze von oben nach unten durch und wollen genau im richtigen Zeitpunkt per Klaviatur weggedrückt werden. Eine Sonderstellung nimmt dabei die ganz rechte Spur ein, welche für den Turntable zuständig ist und nicht einer Taste zugewiesen wurde, weswegen er auch besonders breit dargestellt wird. Damit wäre das grundlegende Spielprinzip erklärt, welches sich in der Praxis noch in diverse Musikrichtungen und insgesamt vier Schwierigkeitsgrade aufteilt. Je nachdem wie gut wir die Einsätze treffen, werden wir vom Publikum beurteilt, welches am Ende des Songs entscheidet ob wir die magische Grenze überschritten und somit den Level (Song?) bestanden haben oder nicht.

Der Hauptteil von Beatmania besteht aus Dem normalen Modein welchem wir eine Musikrichtung wählen und in insgesamt vier Stages probieren vom Publikum nicht ausgebuht zu werden. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad ganz schön steil an, und schon beim zweiten Stage wird einem einiges abverlangt, der vierte wird sogar fast schon unmenschlich schwer und ist ohne die Kenntnis über die zu erwartenden Einsätze kaum zu schaffen. Jedes in diesem Mode absolvierte Lied kann man später auch im "freien Mode" anwählen. Für die Spezialisten ist der "Expertenmodus" gedacht, welcher in die Unterkategorien Club Beatmania, Groove und Techno aufgeteilt ist und wirklich höllisch schwer nachzuspielen ist. Am meisten Fun allerdings macht das Game zu zweit, wenn man gleichzeitig probiert einen Song auf die Beine zu stellen. Idealerweise verwendet man dazu auch zwei Turntables, da mit dem normalen Joypad bei weitem nicht das gewünschte Feeling aufkommt. Dabei kann man entweder miteinander oder gegeneinander spielen. Um die Sache noch schwieriger zu machen existieren so gemeine Optionen wie das verbergen der herabfallenden Noten oder das Gefecht, in dem man versucht dem Gegenspieler die Noten zu stehlen.

In solch einem Spiel fällt natürlich der Soundkulisse eine ganz besondere Bedeutung zu, da sie Dreh- und Angelpunkt des Gameplays ist. Dabei gefiel uns besonders gut, dass falsch gedrückte Noten nicht mit einem Fehlerton angezeigt werden, sondern tatsächlich die falsch getippte Note auch falsch widergegeben wird. Spielt man z.B. gerade die Singstimme, so erklingt diese in der falschen Tonlage wenn wir falsch Drücken, womit der Song immer schräger klingt je schlechter wir spielen. Dabei kommt die kleine Playstation, trotz der auf dem Schirm widergegebenen Videosequenzen, nicht einmal ins Stocken oder aus dem Takt. Da die verwendeten Musikstücke durch die Bank aus Funk- und Fernsehen bekannt sind, kann man die Soundkulisse getrost als gelungen bezeichnen.

Die grafische Präsentation gibt sich ebenfalls recht Groovy und könnte fast einem Musiksender entsprungen sein. Allerdings ist der Aufbau des Spielfeldes immer der gleiche, selbst der Einzelspielermode unterscheidet sich nicht vom Zweispielermode. Dafür sind die gezeigten Videos recht unterschiedlich und besitzen einen hohen Wiedererkennungswert, so dass man schon an der Optik erkennen kann welche Stilrichtung man gewählt hat. Im Game selbst hat man allerdings kaum Zeit sie gebührend zu betrachten, da die Augen fest auf die Tonspuren gerichtet sind um keinen Einsatz zu verpassen.

"Beatmania" kann zwar auch mit einem normalen Joypad gespielt werden, richtig Fun bringt aber erst das "Turntable Peripheral", besonders wenn man zwei Stück sein Eigen nennt und so gemeinsam auf DJ's Pfaden wandeln kann. Da das Komplettpaket, bestehend aus dem Turntable und aus dem Spiel selbst, inzwischen schon recht günstig zu erwerben ist, stellt dies auch keine unverhältnismäßig teure Anschaffung mehr dar, die man sich leisten sollte.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Beatmania" ist nicht mehr der aktuellste Titel, bietet trotzdem viel Spaß für die nächste Party und ist allemal sein Geld wert. Das von Konami entwickelte Turntable ist qualitativ gut verarbeitet und macht einen sehr stabilen Eindruck. Das Game selbst versteht es einen für geraume Zeit vor den Schirm und die Stereoanlage zu fesseln, da der Schwierigkeitsgrad nicht von schlechten Eltern ist, man aber trotzdem, mit jedem neuen Versuch, deutliche Leistungssteigerungen feststellen kann, womit sich die Frustmomente in Grenzen halten. So ganz nebenbei versteht es das Game Jung wie Alt zu begeistern, was nicht nur an der großen Musikauswahl liegt, sondern auch am im Grunde recht einfachen Spielprinzip, welches sogar nicht Videospielern auf einen Blick klar ist. Damit eignet sich dieser Titel auch heute noch als Partykracher dem sich kaum einer entziehen kann.
Beatmania (PS1)
  • Singleplayer
  • 7,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 9/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Das im Grunde recht einfache Spielprinzip wurde optimalst umgesetzt
was sich in dem stark ansteigendem Schwierigkeitsgrad bemerkbar macht
Ohne das "Turntable Peripheral" macht das Game nur halb soviel Spaß
e_gz_ArticlePage_Default