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Beach Spikers im Gamezone-Test


1 Bilder Beach Spikers im Gamezone-Test [Quelle: SEGA]

Sex sells, das spricht sich langsam auch unter den Spielemachern herum. Dabei wird selbstverständlich immer darauf geachtet, dass das Triebelement nicht im Vordergrund steht sondern praktisch zufällig mitgeliefert wird, indem man sich eine Sportart aussucht die schon immer mit wenigen Textilien auskam. Was also liegt da näher, nachdem uns bereits Kampfspiele präsentiert wurden deren Hauptaugenmerk auf den wohlgeformten Körpern junger Mädchen lag, es den TV Anstalten gleich zu tun und ein Sportspiel zu entwerfen welches mehr fürs (männliche) Auge bietet als Spieltiefe und Taktik.

Sega's "Beach Spikers" bietet uns einen Arcade-Mode und eine Meisterschaft, in denen wir unsere zwei selbst erstellten Mädchen gegen Mannschaften aus der ganzen Welt antreten lassen können. Dabei überrascht die einfache Steuerung, welche praktisch mit dem Analogstick und dem A-Button auskommt. Dies wird dadurch ermöglicht, dass der Aufschlagspunkt des Balles am Boden mit einem Kreis gekennzeichnet wird, wobei die Aufgabe des Spielers ist seine Figur möglichst schnell dorthin zu bewegen und auf den Knopf zu drücken, woraufhin die Spielerin den Ball meist zur Teamkollegin bugsiert welche Gleiches zu tun hat. Der abschließende Rückschlag geschieht wieder vollautomatisch und kann mit dem Stick noch in eine der beiden Richtungen abgefälscht werden. Die wahre Schwierigkeit bei dem Spiel stellt die Aktionkamera dar, welche erst im letzten Moment auf unsere Mädels umschwenkt und den Punkt offenbart an den wir die erste Spielerin zu postieren haben. In den höheren Schwierigkeitsgraden sorgt das für etwas Frust, da die Gegner den Ball natürlich immer auf die falsche Seite spielen, woraufhin wir kaum mehr Zeit haben unsere Spielerin an den gewünschten Fleck zu bewegen. Mit der Zeit entwickelt man allerdings eine gewisse Vorahnung und kommt ganz gut zurecht.
Selbstverständlich existiert auch noch ein Versus-Mode, in dem wir gegen einen bis drei menschliche Spieler und Spielerinnen antreten können, weitere Joypads vorausgesetzt.

Bevor wir uns der Grafik widmen, sollten wir noch einige Worte über den Mädcheneditor verlieren. Im Arcade-Mode bekommen wir diesen nicht zu Gesicht, da man dort aus den fest definierten Mannschaften eine zu wählen hat. In der Meisterschaft jedoch treten wir mit einem selbst erstellten Team aus zwei Mädchen an, welche wir uns wie im Genlabor zusammenbasteln dürfen. Dabei stehen uns eine unglaubliche Anzahl an Frisuren, Gesichtsformen, Brillen, Hautfarben und natürlich Bikinis zur Auswahl, die im Spiel allerdings Uniformen genannt werden. Alleine aus über 80 verschiedenen Sonnenbrillen kann man die passende wählen, was auf das Gameplay natürlich keinen Einfluss hat.

Auf dem Spielfeld dann präsentieren sich die Mädchen von ihrer besten Seite. Die Animationen können überzeugen und wirken immer echt wie aus dem Leben gegriffen. Manchmal möchte man die Kamera einfach anhalten um das Gebotene gebührend zu betrachten, wofür im Game allerdings kaum Zeit bleibt. Doch auch die restliche Präsentation kann begeistern, fast vermeint man die Sonne auf der Haut zu spüren, so gut wurde die Atmosphäre eingefangen. Die Spielerinnen begrüßen sich brav vor dem Match und trösten sich nach einer Niederlage gegenseitig. Zum Seitenwechsel machen sie sich vorher noch mit Streckübungen oder einem Schluck Wasser frisch, bevor sie sich wieder in den Kampf stürzen. Gekrönt wird das Ganze von rege belebten Rängen und vielerlei Schnickschnack der das Geschehen nie ruhen lässt.

Der Sound kann da nicht ganz mithalten, er ist zwar keineswegs schlecht oder unausgereift, kommt aber etwas flach daher. Die Musikuntermalung entspricht bekannter Sega Hits, immer darauf bedacht sich nicht zu sehr in den Vordergrund zu drängen dafür frohe Stimmung zu verbreiten. Während des Spiels hört man hauptsächlich die Trillerpfeife des Schiedsrichters und seine Kommentare, die Mädels hingegen geben kaum Laute von sich. Dafür gibt sich das Publikum alle Mühe nicht ungehört zu bleiben.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Beach Spikers" ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Eyecatcher. Die Grafik ist wunderbar gelungen und die wohlgeformten Mädels sind eines Blickes wehrt. Das Gameplay allerdings ist extrem einfach gestrickt und kann sicherlich nur einen Durchgang begeistern. Nach wenigen Spielen bereits gewinnt man ziemlich leicht jedes Match und es kommt einfach nichts Neues mehr hinzu, außer der Austragungsorte. Zum Herzeigen allerdings taugt "Beach Spikers" allemal.
Beach Spikers (GC)
  • Singleplayer
  • 7,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 9/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Sehr hübsche und flüssige Grafik
besonders die Animationen können sich sehen lassen
Ziemlich einfaches Gameplay ohne besonderen Anspruch
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