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Battlefield 1942 im Gamezone-Test


1 Bilder Battlefield 1942 im Gamezone-Test [Quelle: EA]

Das Spiel für die Liebhaber von Ladebildschirmen!

Das Prinzip ist nicht ganz neu, aber hervorragend umgesetzt: Bereits bei Westwood's "C&C Renegade" war es möglich verschiedene Fahrzeuge im Onlinespiel zu nutzen und so wurde aus einem actionlastigen Egoshooter eine echt innovative und strategische Herausforderung. "Battlefield 1942" treibt diese Idee auf die Spitze: Aus über 35 unterschiedlichen Fahrzeugen darf der Spieler bei diesem hervorragenden Spiel wählen. Hinzu kommen noch mehrere Klassen für die Spieler selbst (Ingenieur, Panzerabwehr, Kundschafter, oder Infanterist) und mehrere Abwehrstellungen, die vom festen MG über Flakgeschütze bis hin zu riesigen Kanonen eines Kampfschiffes reichen. Die imposanten Schlachten finden also wirklich zu Lande, zu Wasser und aus der Luft statt und dem Spieler wird eine einmalige Handlungsfreiheit geboten. Oft bieten die Vehikel auch mehrere Plätze und es können Teamkollegen einfach mit aufspringen und mitfahren. So ist es auch möglich das ein Spieler das MG eines Panzers bedient, während ein anderer den Panzer selbst steuert und für dessen Hauptgeschütz zuständig ist.

Der interessanteste Spielmodus ist wohl der Conquest-Modus, eine Mischung aus TeamDM und Domination: Hier werden den zwei Teams eine bestimmte Anzahl an "Tickets" ausgestellt. Sinken die Tickets eines Teams auf Null, hat es verloren. Um dies zu verhindern müssen möglichst viele Basen auf der Karte gehalten werden. Sollte man zu viele Basen an den Gegner abgeben müssen, beginnen die Tickets des eigenen Teams zu sinken und damit beginnt der Countdown bis zur Niederlage. Jetzt muss man sich mit allen Mitteln ins Zeug legen um die verlorenen Stellungen wieder zurück zu erobern. Ein wirklich spannender und gelungener Modus, der mit genügend ernsthaften Mitspielern wirklich unschlagbar ist.

Battlefield 1942 bietet 16 große und detaillierte Karten, die es dem Spieler erlauben, verschiedene Kriegspläne strategisch zu entwickeln. Die Kampfszenen in Battlefield 1942 finden an weltbekannten und entscheidenden Schauplätzen des zweiten Weltkriegs in Europa, dem Pazifikraum, Osteuropa und Nordafrika statt. Je nach gebotenen Szenario unterscheiden sich auch die verfügbaren Fahrzeuge die der Spieler benutzen kann. Grafisch ist bei hoch eingestellten Details durchaus einiges geboten. Vor allem die Darstellung des Wassers ist sehr gut gelungen, aber auch Bäume und vor allem die Fahrzeuge wurden mit viel liebe zum Detail in Szene gesetzt.

Das Spiel hat zwar einen Einzelspielermodus, diesen hätten sich die Entwickler aber wirklich schenken können, denn richtig Spaß macht das Spiel nur im Netz. Im Solomodus kann man aber wenigstens die unterschiedlichen Karten ausprobieren und sich für den "Online-Ernstfall" mit ein paar Bots vorbereiten.

Das größte Manko bei diesem Spiel ist aber sicherlich die technische Seite: Riesige Level und die Vielzahl an Fahr- und Flugzeugen brauchen viel Speicherplatz und es war bestimmt auch nicht leicht das ganze unter einen Hut zu bekommen aber technisch gesehen ist Battlefield schlichtweg eine Frechheit. Die Ladezeiten der Maps egal ob im Single- oder Multiplayer Modus sind nicht mehr akzeptabel. Nachdem man meist über 4-5 Minuten Ladezeit hinter sich hat, kommt oft noch eine nette Windows-Meldung aus dem Hintergrund nach vorne, die uns mitteilt, dass die Auslagerungsdatei voll sei und vergrößert werden müsse. Auch wenn wir es geschafft haben einen Level wirklich zu betreten, ruckelt und zuckelt das Spiel noch eine Weile vor sich hin, bis endlich jegliche Laderei im Hintergrund fertiggestellt ist. Wir haben diese Problematik auf mehreren durchaus gut bestückten Rechnern nachvollziehen können und auch nach dem Einspielen des ersten Patches änderte sich in bezug auf diese Fehler nichts. Programmiertechnisch sollte es auf jeden Fall möglich sein, dass Speichermanagement des Spiel zu verbessern oder besser noch komplett neu zu überdenken. Bleibt zu hoffen, dass dies auch mit einem Patch geändert werden kann und dieser Patch auch in nächster Zeit verfügbar wird.

Hinzu kommt, dass es nicht wirklich leicht ist an einem Online-Spiel teilzunehmen. Wir zumindest haben es während unseres Tests an mehreren Tagen nicht geschafft auf einen Server zu kommen, auch wenn diese zur Abwechslung kein Passwort verlangt haben oder auch nicht voll besetzt waren. Seltsamerweise war dies in der offiziellen Demo des Spiels nicht der Fall. Das die Server im Netz sehr oft ein Passwort verlangen, hat aber auch einen Sinn: Zu oft werden ernstgemeinte Teamspiele von Störenfrieden zu Nichte gemacht, da diese oft mal den eigenen Flugzeugträger auf Grund setzen oder die eigene Basis bombardieren. Wer also ernsthaft spielen will, sollte sich nach solchen Server umsehen und ein Passwort beantragen.

  • - GreenAcid"-"
  • Battlefield 1942 ist ein sehr gut durchdachter Team-Egoshooter, der besonders durch die Vielzahl an Fahrzeugen und den packenden "Conquest" Spielmodus überzeugt. Soviel Freiheit hatte man bisher in keinem teambasierten Egoshooter. Leider wird dies von einem absolut miserablen Speichermanagement und die damit verbundenen Ladezeiten überschattet. Richtiger Spielspaß kommt nur im Multiplayermodus auf und wer es nicht schaffen sollte auf die im Moment noch überfüllten Server zu kommen, wird von diesem Spiel schnell enttäuscht sein.
Battlefield 1942 (PC)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
riesige Auswahl an Fahrzeugen
schöne Grafik
fesselnde Onlinespiele
unmögliche Ladezeiten
Singleplayer uninteressant
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