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Battlefield 1942: Genialer Taktik-Shooter - Leser-Test von CONQUEROR


1 Bilder Battlefield 1942: Genialer Taktik-Shooter  - Leser-Test von CONQUEROR
Die Schlacht um Midway hat begonnen, zusammen mit den Kameraden besteigen wir eine Staffel Flugzeuge und rasen über das Flugfeld unseres gigantischen Trägers dem Feind entgegen. Jäger schützen die Bomber vor gegnerischen Jägern, um ihnen freies Geleit zum Feind zu verschaffen – doch wir haben nicht mit der feindlichen Luftabwehr gerechnet. Gerade als wir unseren Anflug starten, ist die Luft von Leuchtspurgeschossen erfüllt. Keine Minute später stürzen zwei unserer Flieger brennend in den Ozean, doch wir bleiben hartnäckig und Sekunden später schlagen die ersten Bomben auf dem Deck des Feindschiffes ein. Ein Kamerad hat inzwischen den eigenen Träger näher heranbewegt während zwei andere die Flugabwehrkanonen besetzt haben. Ein Luftangriff des Feindes vergeht effektvoll in einer Wolke aus Flak-Splittern. Ähnlich spannend sind alle Gefechte im Taktik-Shooter Battlefield 1942. Wie schon aus dem Titel ersichtlich, spielen die Gefechte auf den Schlachtfeldern des zweiten Weltkrieges. Statt wie in Operation Flashpoint im Heli umherzufliegen und mit dem Abrams-Panzer den Feind zu beharken, sind sie hier mit authentischen Vehikeln aus der Mitte des 20en Jahrhunderts unterwegs. Ob sie nun mit einem Sherman, einem Tiger oder einer der zahlreichen Propellermaschinen unterwegs sind, hängt zum einen von ihrer persönlichen Vorliebe, zum anderen von den Gegebenheiten der aktuellen Mission abhängig. Während sie auf einem pazifischen Inselschlachtfeld eher wenig mit Panzern, dafür aber umso mehr mit Flugzeugen und Schiffen unterwegs sind, ändert sich dies bei Landschlachten natürlich. 44 Fahrzeuge warten auf ihren Einsatz auf den 16 gigantischen Maps. Grundsätzlich ist Taktik gefragt. Einzelkämpfer und Möchtegern-Rambos sind chancenlos und müssen schnell die Waffen vor einer kombinierten Streitmacht senken. Im Solo- wie auch im genialen Mehrspieler-Modus stehen ihnen Bots zur Seite, die halbwegs intelligent auf der jeweiligen Seite kämpfen. A propos Kämpfen: Dies tun sie in einer von 5 Soldateklassen: Der Scout ist mit einem Scharfschützengewehr sowie einem Fernglas ausgestattet. Die Hauptaufgabe des flinken Kerlchens ist somit die Aufklärung, sowie die Markierung von Zielen zwecks Artillerieschlag. Der gewöhnliche Soldat hingegen ist dank Schnellfeuergewehr ein recht properer Kämpfer auf kurze bis mittlere Entfernung. Dank guter Feuerkraft müssen sich auch die leichtgepanzerten Flugzeuge vor ihm in Acht nehmen. Der Panzerabwehr-Infanterist ist der Albtraum aller Panzerbesatzungen. Dank seines Raketenwerfers kann er aus der Deckung heraus alles was fährt, schnell in ein Häufchen Schrott verwandeln. Im Kampf gegen Infanterie zieht er jedoch schnell den kürzeren. Der Sanitäter heilt angeschlagene Kameraden und verteidigt sich mit einer Maschinenpistole. Der Pionier schließlich repariert angeschlagene Fahrzeuge und jagt mit seinen Sprengladungen die Gegner aus der Deckung – mit seinem langsamen und wenig wirksamen Karabiner sollten sie ihn aus offenen Gefechten aber lieber heraushalten. Ganz egal welche Klasse sie wählen, sie können immer jedes Fahrzeug steuern – auch zu mehreren übrigens. So übernimmt einer im Panzer das Fahren, während ein anderer Feinde mit dem Geschütz aufs Korn nimmt. Besonders wichtig ist dies mit großen Schiffen. Die schwimmenden Festungen haben meist einzelne Positionen für Vorder- und Heckgeschütztürme, sowie für Flak-MGs und Kanonen. Außerdem setzen sie meist Landungsschiffe ab, mit denen sie Richtung Gegner düsen. Battlefield 1942 sieht dank seiner gigantischen Levels samt vieler Details (Flugzeuge bewegen die Klappen, Jeep-Fahrer drehen die Köpfe usw. ) imposant aus, fordert ihre Hardware jedoch auch ganz ordentlich. Eine schnelle CPU samt einem ordentlichen Batzen RAM sowie einer guten Grafikkarte sollten sie besitzen, damit der Kampf nicht zur Diashow verkommt. Der Sound ist soweit gelungen. Das Spiel macht natürlich vor allem im Multiplayer Spaß, wenn man gemeinsam gegen den Feind vorgeht und die Fähigkeiten jeder Soldatenklasse kombiniert. Auch auf den Solo-Schlachtfeldern müssen sie dies tun, um den Kampf um die Tickets zu gewinnen. Diese Gutscheine für eine Wiederbelebung der Kämpfer, sind auf beiden Seiten begrenzt, und nehmen bei zu großem Gebietsverlust kontinuierlich ab. Die Karten enthalten nämlich immer mehrere Stationen mit Fahne. Bleiben sie lange genug in der nähe, verfärbt sich diese zu ihrer Seite und sie können den Ort fortan als Wiedereinstiegspunkt nutzen. Battlefield ist ein durch und durch extrem spaßiges Spiel mit epischen Schlachtfeldern und nahezu unbegrenzten Möglichkeiten. Für Multiplayer-Fans ein unbedingtes Muss, doch auch Solo-Spieler sollten den Sprung in die geniale Spielwelt wagen. Worauf warten sie also noch: Nix wie hin zum Spielehändler ihres Vertrauens.

FAZIT: Kaufen!

Negative Aspekte:
Hardware-hungrig, lange Ladezeiten

Positive Aspekte:
alles benutzbar, Wir-Gefühl im Multiplayer, durchdachtes Spielsystem

Infos zur Spielzeit:
CONQUEROR hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    CONQUEROR
  • 8.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 8.0/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 6/10
    Atmosphäre: 10/10
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