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Baphomets Fluch: unterschätztes Adventure - Leser-Test von Restrictor


1 Bilder Baphomets Fluch: unterschätztes Adventure - Leser-Test von Restrictor
Dieses Adventure von Revolution Software aus dem Jahre 1995 war nach Discworld ein besseres Point & click Adventure. In Gegensatz zu Discworld geht es hier etwas ernsthafter zur Sache.

Als Tourist hatte George Stobbart eigentlich nur vor einen schönen Urlaub in Paris zu verbringen. Doch dann wird er Zeuge einer Explosion eines Cafes, auf dessen Terrasse er saß. Schnell wird ihm klar, dass ein Clown dahinter steckt, den er kurz zuvor gesehen hat.

George beschließt auf eigene Faust diesen Fall zu untersuchen und lernt relativ schnell die französische Journalistin Nico kennen. Sie steht ihm von da an hin beratend zur Seite. Denn die Suche nach dem Mörder ist in Wirklichkeit nur die Spitze des Eisberges. Er erkennt im Verlauf des Spieles, dass ein religiöser Orden, die Tempelritter, dahinter stecken. Diese Reise führt ihn durch die halbe Welt. Unter anderem muss er Irland, Spanien und ein Land im nahen Osten aufsuchen und auch hin und her reisen. Die Story ist auf jeden Fall sehr verzwickt und daher hier in Einzelheiten kaum zu erläutern.

Das Adventure verläuft nach klassischem Stile. George hat ein Inventory in dem er alle von ihm gelagerte Gegenstände verstauen kann. Diese kann er dann einsetzen, um im Spiel weiter zu kommen. Zudem kann er mit Leuten sprechen, indem er sie einfach anklickt.

Rätsel kommen bei diesem Adventure auch vor, sind aber rar gesät. Beispielsweise muss man eine Konstruktion bauen um einen Esel abzulenken, der den Eingang einer Location bewacht abzulenken. Aber hauptsächlich wird das Spiel durch das Einsetzen von Items und durch Kommunikation gelöst.

Das Spiel sah zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sehr gut aus und ist auch heute noch für 2D Verhältnisse ansehnlich. Was aber am besten ist, ist der Sound. Die Synchronstimmen sind sehr gut gewählt, unter anderem wird Nico von der deutschen Stimme von Scully aus Akte X gesprochen. Auch die Hintergrundmusik ist immer gut gewählt und passend zum derzeitigen Land, in dem sich George gerade befindet.

Eine Besonderheit, die in diesem Genre nicht so häufig vorkommt ist die Tatsache, dass George in zwei oder drei Situationen auch sterben kann, wenn er etwas nicht oder zu spät macht oder etwas tut, was er besser hätte lassen sollen. Man bekommt dann einen Grabstein zu Gesicht und fängt dann am letzten gespeicherten Spielstand an, was einige bestimmt zur Verzweiflung getrieben hat.

Mein Fazit: Ein Adventure mit einer so guten Story ist mir seit diesem Spiel ehrlich gesagt nicht mehr untergekommen. Die Tatsache, dass die Figur sterben kann erhöht die Spannung und die Wachsamkeit des Spielers. Auch die Spieldauer ist durchaus zufrieden stellend. Wer nicht unbedingt immer das neuste haben will und für den Adventures noch nicht in 3D sein müssen hat hier ein tolles Spiel. Sein wir doch ehrlich: Spielspaß ist wichtig und nicht Grafik oder Sound. Aber Achtung: Im Vergleich zur PC Version hat die PSX Fassung einen gewissen Sammlerwert und ist nicht billig. Meine Wertung: 91% zur Veröffentlichung, heute aufgrund der guten Story immer noch bei 88%.

Es gibt auch noch einen zweiten Teil des Spieles, dieser ist aber aufgrund der eher schwachen Story nur für Fans geeignet.

Negative Aspekte:
nichts

Positive Aspekte:
sehr gute Story

Infos zur Spielzeit:
Restrictor hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Restrictor
  • 9.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 10/10
    Sound: 10/10
    Atmosphäre: 9/10
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