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Baku Baku: Ein Tetris-Klon? - Leser-Test von tom31ush


1 Bilder Baku Baku: Ein Tetris-Klon?  - Leser-Test von tom31ush
"Was Nintendo mit Tetris kann, können wir schon lange" wird sich Sega 1995 gedacht haben, als sie auf der Suche nach einem Konzept für ein neues Spiel waren. Als Ergebnis entstand der Titel "Baku Baku", welcher in Deutschland trotz seines suchtgefährdenden Puzzle-Prinzip nie ein grosser Verkaufsschlager wurde, was jedoch nicht am Spiel, sondern vor allem am kaum beachteten System Saturn lag.

Das Gameplay

Das Spielprinzip:
Ähnlich wie bei "Tetris" geht es auch bei "Baku Baku" darum eine sich aufbauende Klötzchen-Mauer durch bestimmte Aktionen zu reduzieren. Dabei wird immer zu zweit gespielt, d. h. auch als Einzelspieler haben einen Kontrahenten in Form der CPU. Die Steine / Klötzchen, die sich in diesem Titel von oben nach unten immer im Doppelpack bewegen, setzen sich aus zwei Arten zusammen. Es gibt Tier- und Nahrungsblöcke. Fachmänner unter den Lesern werden sich jetzt schon denken können, was das Ziel ist. Die jeweilige Tierart (Hund, Affe, Panda, Maus und Hase) muss dem jeweiligen Futter (Knochen, Banane, Bambus, Käse und Möhre) zugeordnet werden. Schafft man dies, so kommt es zu einer Reaktion, in deren Folge das Tier, die ihr angegliederte Nahrung verspeist (also beispielsweise der Hund die Knochen). Möglichst viele solcher Aktionen haben zur Folge, dass der Gegner eine gewisse Anzahl an Zusatzsteinen erhält (was natürlich das Abbauziel erschwert).

Die Modis:
Der Spieler hat die Auswahl zwischen den beiden Hauptmodis "Arcade" und "Ranking".
Ersteres kann man als Single-Player bestreiten, was zur Folge hat, dass man gegen die CPU ein 9-Level umfassendes Game erfolgreich meistern muss (mit einem total netten Belohnungsabspann). Man hat aber auch die Möglichkeit einen menschlichen Gegner herauszufordern und diesen in einem tennisähnlichen satzorientierten Match zu besiegen. Gerade der Zweispieler-Modus bringt mächtig Laune und hat bei mir schon so manche Party zum kochen gebracht.
Das "Ranking" besteht darin, eine bestimmte Aufgabe (Zeit, CPU-Gegner, Geschwindigkeit usw. sind vorgegeben) zu erledigen. Je nach Art und Weise der Durchführung (bzw. des erfolgreichen Absolvieren) wird man dann mit einer Medaille (Olympisches Prinzip: Gold, Silber, Bronze) entlohnt.

Die Optionen:
Der geneigte User hat die Möglichkeit bis ins kleinste sämtliche Einstellungen vorzunehmen. Dies reicht von der Spielgeschwindigkeit, dem allgemeinen Schwierigkeitsgrad, der Anzahl der verwendeten Tiere bzw. Nahrung bis hin zum Aufteilungsquotienten zwischen Tier und Nahrung (also wie oft soll ein Tier im Vergleich zur Nahrung erscheinen).
Ebenso hat Sega an eine Hall-of-Fame gedacht, in welche sich die Spieler für unterschiedlichste Bestleistungen eintragen dürfen (dies steigert auch ein wenig die Langzeitmotivation).


Die Grafik

Die Grafik ist in einem "kindgerechtem" Stil gestaltet. Soll heissen alles sieht recht knuddelig und lieb aus. Animationen, wie schmatzende Pandas oder weinende Hasen (wenn sie längere Zeit keine Möhre mehr erhalten haben) unterstreichen aber auch mit welcher Liebe zum Detail die Entwickler hier ans Werk gegangen sind.
Die Hintergründe sind durchweg ansprechend gestaltet, werden jedoch leicht übersehen, da sie auf das Spiel selbst keinen Einfluss haben.
Besonders gut ist die Optik der Eingangs- und Endsequenz gelungen. Hier wird eine Geschichte in Rendergrafik erzählt, deren Qualität man einem Saturn so nicht unbedingt zugetraut hätte.

Der Sound

Die Musik besteht aus genretypischen "Dudel"-Liedern, die man leider ertragen muss, da keine Abstellfunktion innerhalb des Menüs vorhanden ist.
Die Soundeffekt sind im Gegenteil dazu wiederum sehr ansprechend eingebaut. So hört man einen Hund bellen, froher Erwartung einen Knochen zu erhalten, oder einen Maus piepst, wenn die Wartezeit auf den nächsten Käse zu lange wird.

Fazit

Sega versuchte Mitte der neunziger aus dem damals entstandenen Boom um Puzzlespiele Kapital zu schlagen und schuf mit diesem Titel eine gute Alternative zum bis dahin erschienen. "Baku Baku" war bzw. ist keine müde "Tetris" - Kopie, sondern ein eigenständiges Konzept, dass auch etwas Abwechslung ins Genre bringt. Zwar hätte der Umfang deutlich grösser sein können, damit man die Langzeitmotivation etwas anregt, doch für ein Spielchen zwischendurch tut es dieses Game bis heute allemal. Aufgrund der Grafik und des Sounds werden zwar vor allem Kinder angesprochen (was Hardcore-Zocker abschrecken könnte), trotzdem kann man auch anmerken, dass dieser Titel für einen enormen Spielspass sorgt, der jeden Videogamer in den Bann ziehen kann und das ist doch das wichtigste.

Negative Aspekte:
Der Umfang hätte üppiger ausfallen können

Positive Aspekte:
Das Spielprinzip macht einfach süchtig

Infos zur Spielzeit:
tom31ush hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    tom31ush
  • 8.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 8/10
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