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Axelay: Effektvoll - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Axelay: Effektvoll - Leser-Test von Andy1977
Nachdem ich mir gerade den Bericht über Axelay von GeRmAnSnAkE durchgelesen habe, hatte ich das Bedürfnis, einen eigenen zu schreiben. Zwar ist sein Bericht gut geschrieben, jedoch teile ich nicht seine Ansichten was Grafik und Sound anbelangt. Und beide Faktoren können mächtig Spaß bringend für ein Ballerspiel sein.
Axelay stammt von dem legendären Programmiererteam Treasure und war das letzte Spiel der Kultdesigner, welches von Konami veröffentlicht wurde.

Die Story ist für ein Ballerspiel typisch unspektakulär. Ihre Welt wird von einer starken Armada bedroht. Nur Sie können die Katastrophe verhindern. Frei nach dem Motto: Als Einzelner schaffen Sie jede Gefahr, die eine Armee nicht stoppen kann.

Das Haupt- und Optionsmenü ist ähnlich unspektakulär: Sie können Ihre Tasten frei belegen, die Geschwindkeit und Stärke des Dauerfeuers bestimmen, den Schwierigkeitsgrad wählen, die Bildschirmhelligkeit anpassen und den Sound zwischen Mono und Stereo umschalten.

Axelay bemüht sich in zwei Dingen innovativ zu sein: Grafik und Waffensystem. Letzteres ist in drei Kategorien eingeteilt: Laser, Rundumschuß und Bomben/Raketen. Anfangs besitzen Sie von jedem Typ nur eine Variante, zwischen denen Sie im Spiel selbst jederzeit umschalten können. Nach jedem Level bekommen Sie eine neue Waffe spendiert, welche Sie mit der alten des zugehörigen Typs austauschen können. Im Spiel selbst können Sie per zweiten Feuerknopf noch zusätzliche Luft-Boden Raketen abfeuern, deren Feuerkraft aber nur eine unterstützende Wirkung besitzen.

Die Waffensysteme sind zudem Ihre Energieeinheiten: Falls Sie von einem einfachen Schuß getroffen werden, verlieren Sie das angewählte Waffensystem. Werden Sie getroffen, ohne dabei ein funktionierendes Waffensystem aktiviert gehabt zu haben, verlieren Sie ein Leben. Doch vorsicht: Werden Sie von einem größerem Objekt gerammt werden, führt dies in jedem Fall zu einem Lebensverlust.

Bei der Grafik hat sich Treasure einen besonderen Kniff einfallen lassen: Jeden zweiten Level fliegen Sie in einer Mischung aus vertikaler und dreidimensionaler Sicht. Das Level-Design ist mit einem vertikalem Ballerspiel zu vergleichen, jedoch wird die Hintergrundgrafik nicht einfach gescrollt, sondern von der Mitte aus angefangen nach unten gedehnt. Hört sich seltsam an, weshalb der Effekt am besten als 'Erdkrümmungseffekt' zu bezeichnen ist: Sie haben das Gefühl, über eine Erdoberfläche zu fliegen und dabei den Horizont der Landschaft zu überblicken. Der Effekt ist ungewohnt und sieht auch etwas merkwürdig aus, hat aber seinen Reiz. Die restlichen Levels werden traditionell von der Seite dargestellt und scrollen von rechts nach links.

Auch ansonsten ist Axelay ein technisches Kleinod: Bildschirmweise greifen Sie zahlreiche Feinde an und die Endgegner besitzen eine beachtliche Größe. Das Scrolling ist butterweich und Ruckler gibt es nur selten zu vermelden.
Die künstlerische Seite ist ebenfalls gelungen. Die Grafiken sind farblich hervorragend gelungen: Bunt, aber nie zu grell. Man könnte sich nur über mangelnde Abwechslung innerhalb eines Levels beklagen. Besonders die Hintergründe in den Pseudo 3D-Levels sind nicht sehr variantenreich. Dafür unterstützen sie die Atmosphäre: In den insgesamt sechs Levels fliegen Sie z.B. über Wolken, über einen riesigen Fluss voller Lava oder durch eine im Wasser stehende Höhle.

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