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Auto Modellista im Gamezone-Test


1 Bilder Auto Modellista im Gamezone-Test

Mit "Auto Modellista" präsentiert uns Capcom das erste Auto-Rennspiel in der inzwischen recht populär gewordenen Cell-Shading Grafik. Dabei überrascht das Game mit einer Physik und einer Spieltiefe die man der Cartoon-Grafik nicht zumuten würde. Die entsteht allerdings nicht wegen der mitgelieferten Spielmodi, die sich allesamt an Bekanntem orientieren, sondern eher an dem Umfang dieser. So bietet uns dieser Racer alles was man von einem ausgewachsenem Rennspiel erwartet, wie eine Unmenge an Autos, alle mit echter Lizenz und Namen, sowie einer noch größeren Zahl an Tuningteilen verschiedenster Hersteller, welche meist nicht nur verbaut werden sondern auch nach eigenen Wünschen getrimmt werden können. Doch bevor wir uns in den Einzelheiten verlieren, erst einmal einige Worte zum Gameplay.

Schon bevor man das erste Rennen wagt, fallen einem die aberwitzigen Menüs auf, die aus allen drei Dimensionen ihre Schaltflächen zusammenfalten, ohne unübersichtlich zu werden und immer in bester Cell-Shading Manier. In ihnen können wir die bekannten Modi a la Zeitrennen, Versus-Mode oder Arcade auswählen, genauso wie den wichtigsten Mode, die Meisterschaft. Nach Wahl des Modi suchen wir noch das passende Fahrzeug aus einer schon zu Beginn recht umfangreichen Liste aus, die praktisch alle bekannten Hersteller von Mitsubishi über Honda bis zum Audi enthält. Haben wir uns für einen Wagen entschieden dürfen wir auch noch etwas an ihm herumbasteln, was in einer sehr schick gemachten Oberfläche geschieht, in der man den Wagen halbdurchsichtig dargestellt bekommt und nur die gerade zu bearbeitenden Teile solide dargestellt werden. Dabei geht die Detailverliebtheit soweit, dass man bestimmte Teile nicht nur in verschiedenen Ausbaustuffen benutzen kann, sondern diese auch noch von verschiedenen Herstellern geliefert werden, was eine unglaubliche Anzahl an Tuningmöglichkeiten schafft. Dabei ist hervorzuheben, dass man die vorgenommenen Änderungen auch deutlich am geänderten Fahrverhalten bemerkt.
So vorbereitet stürzen wir uns auf die Pisten, welche grafisch kaum unterschiedlicher dargestellt werden können. So reicht das Repertoire von schnellen und flachen Ovalen über extrem kurvenreiche Bergstrecken bis hin zu Stadtrennen im Regen. Besonders bei den engen Bergstrecken weiß die angenehme Steuerung zu überzeugen, welche auch noch spätes Anbremsen vor der Kurve gut verzeiht und die Autos entsprechend ihrer Motorleistung auch wieder schön flott beschleunigen lässt.

Besonders gefallen hat uns dabei der sichtbar gemachte Windschatten, welcher auf den Screenshots sicher nicht so schön dargestellt wird wie er im Game selbst 'rüber kommt. So scheint er nicht nur, je höher die Geschwindigkeit ist, umso schneller an uns vorbeizuziehen, sondern auch beim starken Abbremsen hat man den Eindruck als würde sich die gestaute Luft wieder nach vorne flüchten. Ein wirklich gut umgesetztes Feature, welches beim Regenrennen besonders stark zur Geltung kommt, da man dort fast den Eindruck hat, als würde das Wasser am Boden in die Luft gewirbelt und dort vom Fahrtwind weggetragen werden. Das all diese Effekte im verwendeten Cell-Shading Look so gut realisiert wurden spricht für das Können der Macher.

Die Steuerung bzw. die Physik der Boliden versteht es ebenfalls viel Spaß zu vermitteln und wartet mit vielen Features auf die es deutlich über einen Arcade-Racer stellen. Zwar kommt sie nicht an die Simulationsgrenze heran, wartet aber mit Funktionen auf die an ihrer Grenze kratzen können, wie deutliche Unterschiede des Fahrverhaltens bei verschiedenen Radabständen, unterschiedliches Kurvenverhalten je nachdem ob man einen Front-, Heck oder Vierradgetriebenen Wagen fährt, deutliches Aufschaukeln der Gefährte bei entsprechendem Untergrund und dem nachlassen des Lenkvermögens bei leicht werdendem Auto. Alleine eine Option das Beschleunigen und Bremsen auf den rechten Analogstick zu legen, fehlt. Ansonsten ist die komplette Steuerung völlig frei konfigurierbar, man muss also nicht aus wenigen vorgegebenen Konfigurationen auswählen.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Auto Modellista" versteht es dem Cell-Shading Look neuen Glanz zu schenken. Oftmals als Magergrafik verschrien, nur entwickelt um Texturenspeicher zu sparen, beweist dieser Racer, dass es auch anders geht. Trotz der "gezeichneten" Grafik steckt in diesem Game ein ausgereiftes Rennspiel welches anhand der vielen Autos und Strecken und der motivierenden Meisterschaft für einige Zeit vor den Schirm zu fesseln vermag. Schon alleine der glaubhafte Geschwindigkeitseindruck in Verbindung mit den wirklich knackigen Motorsounds versteht es zu begeistern und auch den passionierten Rennspieler in seinen Bann zu ziehen. So wird man sich nicht lösen können bis man auch die letzte Meisterschaft gewonnen und den letzten Sticker erworben hat.
Auto Modellista (PS2)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Viele Autos und noch viel mehr Tuningteile
Angenehme Fahrphysik und ausgereifte Steuerung
Nur bekannte Spielmodi
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