Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Auryn Quest im Gamezone-Test


1 Bilder Auryn Quest im Gamezone-Test

Was lange währt wird endlich gut?


1 Bilder Auryn Quest im Gamezone-Test
Schon vor mehreren Jahren tauchten erste Screenshots und Meldungen zu dem Spiel der Discreet Monsters auf. Es gab sogar schon erste Videos und Interviews zu sehen. Dann wurde es auf einmal sehr still um die Münchner Spieleschmiede. Anscheinend machte sich das "Nichts" über die junge Truppe an durchaus talentierten Programmieren und Grafikern (z.B. Multitalent "Zlep") her und nahm deren finanzielle Mittel mit sich. Schade, wirklich schade, wir hatten uns so viel von dem Spiel erwartet. The REAL Neverending Story wurde aufgrund von technischen Problemen erstmal auf Eis gelegt und stadtdessen nebenbei Auryn Quest entwickelt. Was nun aus dem heiß erwarteten Abenteuer in der Welt von Fantasien geworden ist, könnt ihr hier lesen:

Das magische Auryn, ein Amulett mit dessen Hilfe und Macht die Kindliche Kaiserin Fantasien regiert, wurde gestohlen. Dadurch breitet sich das Nichts mehr und mehr aus und verschlingt weite Teile Fantasiens mitsamt seinen Bewohnern. Um die unausweichliche Katastrophe aufzuhalten, ist der Spieler aufgefordert, das Auryn zu finden um es der Kindlichen Kaiserin zurück zu bringen. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Atreju, der bereits im Roman "Die unendliche Geschichte" Fantasien vor der Vernichtung rettet. Nur indem der Spieler jede der sechs "Fantasischen" Welten erforscht und ihre Rätsel lüftet, wird er das magische Auryn finden können.

Soviel zur Story. Von der eigentlichen unendlichen Geschichte aus Michael Ende's Buch ist nicht sonderlich viel geblieben, denn das Spiel ist ein relativ simples Jump'n'Run geworden, ohne viel Story oder Interaktion. So steuert man sich in der Ego-Perspektive durch die Welt und springt mittels Leertaste durch die Gegend. Großer Minuspunkt: Die Steuerung kann nicht umkonfiguriert werden, Joypads werden nicht unterstützt und es fehlt sowieso jegliches Optionsmenü. Bei der ganzen Arbeit, die die Entwickler in die selbstprogrammierte Grafikengine gesteckt haben, hätte man sich ruhig den einen Tag nehmen können und ein Options-Menü einbauen können. Da kommen wir auch schon zum Pluspunkt: Die Grafik. Hier hat man sich ins Zeug gelegt und eine durchaus gute Engine gebaut, die sich mit anderen messen kann. Auch die Texturen und das Partikelsystem sind sehr schön anzuschauen und teilweise ein echter Augenschmaus!

Leider macht eine gute Grafik noch lange kein gutes Spiel. Hier fällt deutlich auf, dass den Entwicklern frühzeitig die Resourcen ausgegangen sind und man mit dem halbfertigen Monsterprojekt wenigstens noch ein kleines Jump'n'Run veröffentlichen wollte. Das Gameplay ist sehr langweilig und so hüpft man sich mit einer schlechten Steuerung durch die Level und wirft an manch unfairen Stellen schnell die Tastatur in die Ecke.

Für den allerdings sehr fairen Preis ist das Spiel noch als Mitbringsel für die Kinder geeignet, da es völlig gewaltfrei und für unerfahrene Spieler eventuell sogar noch spannend ist.

Eine echte Tragödie. Was anfangs ein riesen Spiel werden sollte, ist nun ein Low-Budget-Game ohne Gameplay geworden.

Auryn Quest (PC)
  • Singleplayer
  • 4 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 2/10 
    Gameplay 2/10 
e_gz_ArticlePage_Default