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Arx Fatalis im Gamezone-Test


1 Bilder Arx Fatalis im Gamezone-Test

Die Geschichte von "Arx Fatalis" spielt in einer Zeit der Dunkelheit. Vor Generationen bereits war die Sonne erloschen und zwang so die Bevölkerung der Oberfläche, welche nicht nur aus Menschen sondern auch aus Trollen, Orks und Goblins bestand, sich in die wärmenden Höhlen im Untergrund zurückzuziehen. Bis zu diesem Zeitpunkt lebten die Geschöpfe relativ friedlich miteinander, es gab Verträge und Abmachungen die das Zusammenleben regelten. Doch in der Enge der Untergrundes kam es immer öfter zu Auseinandersetzungen, die Verträge wurden immer öfter gebrochen und das Klima verschlechterte sich zusehends. Zwar hatten die Menschen soviel Wissen über die Magie angehäuft, dass sie sogar in der ewigen Finsternis die Pflanzen zum wachsen brachten, die Sonne wieder zum scheinen zu bringen vermochten sie aber nicht.
In dieser Zeit beginnt das neue Leben unseres Helden, welcher sich eingesperrt in einem Verlies wiederfindet und aller seiner Erinnerungen beraubt. Nicht einmal an seinen Namen kann er sich noch erinnern. So wird er von seinem Mitgefangenem einfach "der Mann ohne Namen" genannt.

So beginnt die überaus fesselnde Story zu "Arx Fatalis", in der wir die Rolle des namenlosen Helden übernehmen, wobei seine erste Aufgabe darin besteht einen Fluchtweg aus dem Verlies zu finden. Dabei steuern wir unseren Charakter aus der 1st-Person Ansicht durch die stimmungsvoll gestalteten Level, immer auf der Suche nach neuen Zaubersprüchen, Waffen und Nahrungsmitteln, die dem Charakter helfen seine Kräfte aufzupowern. Dabei müssen wir uns zu Beginn etwas mit der Steuerung auseinandersetzen, denn diese setzt sich im Grunde aus drei Schichten zusammen, welche mit einer Kombination aus Maus und Tastatur bedient wird. In der Grundansicht steuern wir mit der Maus die Blickrichtung der Figur und mit den Tasten bewegen wir diese. Mit einem Mausklick kann man in den Handlungsmode wechseln, welcher dazu dient Gegenstände aufzunehmen oder zu untersuchen, sie mit Dingen im Inventar (welches übrigens angenehm groß ist) kombinieren oder einfach nur Leichnahme ausräubern. Der dritte Mode ist der Kampfmode, in dem wir uns entweder mit nackten Händen oder einem Knochen, später auch mit richtigen Waffen zur wehr setzen können, denn Wesen die es nicht gut mit uns meinen gibt es zuhauf. Das fängt mit den dummen Goblins an, geht über alles mögliche Getier bis hin zu wirklich mächtigen Magiern, die es einem nicht einfach machen. Neben diesen drei beschriebenen Modi kann man noch jederzeit, indem man die STRG-Taste gedrückt hält, einen Zauberspruch in die Luft malen. Damit diese wirken müssen wir aber erst die entsprechenden Runen gefunden haben, welche ein Symbol besitzen welches in die Luft gemalt werden kann. Die Kombination der verschiedenen Sprüche erzeugt dabei wieder neue Zaubersprüche, so dass man in der Lage ist ganz eigene Kompositionen zu kreieren. Ein wirklich tolles Magiesystem welches hervorragend umgesetzt wurde.

Die Grafik muss sich ebenfalls nicht verstecken und wurde offensichtlich mit viel liebe zum Detail entworfen. So sieht keine Wand aus wie die andere, jede besitzt eindeutige Merkmale und Kennzeichen. Gekrönt von den stimmungsvoll eingesetzten Lichtquellen, die den Fackeln und Fensterritzen entspringen, entsteht ein Bild wie es passender nicht sein kann. Jedes Objekt wirft einen Schatten und die gezielt eingesetzten Filter lassen einen unglaublichen Realismus zu Tage treten.

Ebenfalls sehr stimmungsvoll umgesetzt wurde die Soundkulisse. Man hört den Wind durch die Katakomben streichen, das Wasser den Bach hinabplätschern und das Schaben der Tiere in den Höhlen. Musik existiert ebenfalls, wurde aber nur sehr gezielt und selten eingesetzt, meist um die Dramatik zu steigern oder einfach nur den Spieler zu erschrecken.

Die Zwischensequenzen laufen alle in der InGame-Engine in gewohnt hoher Qualität, beherbergen aber das kleine Manko nicht unterbrechbar zu sein. Man ist also immer gezwungen sich die kompletten Dialoge anzuhören.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Arx Fatalis" beherbergt im Grunde nur bekannte Ideen, diese wurden aber optimalst und wunderschön umgesetzt, so dass dieses Game den Rollenspielern uneingeschränkt zu empfehlen ist. Dabei hat "Arx Fatalis" das Potenzial auch Quereinsteiger zu überzeugen, den das Gameplay kann begeistern und hat man sich erst einmal mit der vielschichtigen Steuerung vertraut gemacht wird man voll in den Bann dieses Spiels gezogen. Das Vorwort der Programmierer, in dem sie erwähnen wie sehr ihnen dieses Projekt am Herzen liegt, glaube ich ihnen aufs Wort. Die Begeisterung der Entwickler kennt man diesem Spiel an jeder Ecke an.
Arx Fatalis (PC)
  • Singleplayer
  • 8,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 9/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
Sehr packend umgesetzte Story
schöne Grafik und stimmungsvolle Soundkulisse
Etwas komplizierte Steuerung
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