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Armorines: Ekliger Spielspass - Leser-Test von Rpgmaniac-No1


1 Bilder Armorines: Ekliger Spielspass - Leser-Test von Rpgmaniac-No1
Die Programmierer von Probe, zu deren Werken unter anderem der Vorzeige Shooter Forsaken gehört, scheinen sich lange Zeit mit den Abenteuern der Rothaut aus dem eigenen Hause beschäftigt zu haben. Speziell die Steuerung des Helden gleicht der des Nintendo 64 Turok bis aufs kleinste Detail. So schaltet ihr beispielsweise mit Hilfe der A beziehungsweise B Taste durch das Waffeninventar des Helden und feuert Schüsse durch Betätigen des Z Buttons ab. Die C Tasten dienen der Fortbewegung, und mit Hilfe des Steuerreglers dürft ihr euch eure Umgebung genaustens anschauen. Auf Wunsch lassen sich zudem weitere Pad Konfigurationen wählen, von denen eine stark dem Spiel Golden Eye ähnelt. Die Welt, in der ihr euch befindet, birgt große Gefahren. Euer Abenteuer führt euch beispielsweise in einem Wüstenlevel, in dem riesige Spinnen auf den Helden warten. Ebenso bedrohen euch in den weitläufigen Schneelandschaften Alaskas eklige Riesenfliegen mit Kamikaze Attacken aus der Luft. Das Vernichten des Ungeziefers gestaltet sich als recht schwierige, da die Ungetüme sehr intelligent agieren und die Unwegsamkeiten des Geländes zu ihrem Vorteil nutzen. So verstecken sich viele Käfer in den für euch nicht erreichbaren Höhlen der Felslandschaften. Plötzlich und ohne Vorwarnung stürzen sich Scharen der Ungetüme auf euch. Da hilft lediglich schnelles Flüchten oder pure Waffengewalt. Wie bei Turok stehen euch nämlich mehr als zehn verschiedene Ballermänner zur Verfügung, die den Gegner zum vorzeitigen Ableben zwingen. Des Weiteren scheinen sich die Viecher nicht immer zu mögen und vernichten sich zum Teil sogar gegenseitig. Eine Eigenschaft der unterschiedlichen Bösewichter, die ihr euch schnell zu Nutze machen solltet. Beobachtet also ganz genau, welche Gegner sich nicht riechen können, und lockt sie zueinander. Ferner stellt ihr bei näherem Betrachten fest, dass jede gegnerische Mutation über ein vollkommen eigenständiges Verhaltensmuster verfügt. So greifen einige Gesellen nur in Rudeln an. Habt ihr einen Großteil des Insektenrudels vernichtet, suchen die zahlenmäßig geschwächten Verbliebenen das Weite. Somit gestaltet sich das Abenteuer in diesem Punkt wesentlich strategischer als Turok und dessen Nachfolger. Als nächstes sollte der gelungene Mehrspieler Modus Erwähnung finden, mit dem ihr gemeinsam mit einem Freund die Aufgaben sogar kooperativ lösen dürft. Natürlich stehen euch auch die obligatorischen Multiplayer Features zur Verfügung, dank derer sich bis zu vier Mitspieler bekriegen. Ähnlich wie der Spielaufbau erinnert auch der technische Aspekt stark an Turok. Die nahe Verwandtschaft zur Rothaut lässt sich mit der engen Zusammenarbeit zwischen der englischen Softwareschmiede und dem amerikanischen Acclaim Ableger erklären. Die dichten Nebelbänke der früheren Vorabversionen lichten sich langsam, so dass dem Spieler nun eindeutig größerer Weitblick in die Areale geboten wird. Ansonsten glänzen die Locations durch viele authentisch wirkende Details und die düstere Ausschmückung, die die beklemmende Atmosphäre des Spektakels nachhaltig verdichtet. Ein großes Lob sollte man den Programmierern auch bezüglich der Animationen zollen, die sie den bösartigen Insekten verliehen haben. Nicht selten läuft dem Spieler ein eiskalter Schauer über den Rücken, wenn eine riesige Spinne seinen Weg kreuzt. Meiner Meinung nach bietet Armorines bereits rein atmosphärisch dem Spieler eine ganze Menge mehr Spaß, als es bislang jedes Turok Abenteuer tat. Die mutierten Insekten wurden absolut eklig realistisch dargestellt und jede einzelne Art verfügt über ein individuelles Verhaltensmuster, durch die der Spieler spezielle Taktiken entwickeln muss, um sich der Gegenschar zu entledigen. Geschickt wurden von den Programmierern auch die dynamischen Lichteffekte gemacht. Ansonsten sorgt die innovative Zwei Spieler Modus für spielerische Neuerung im Ego Genre, dank dem ihr gemeinsam mit einem Freund die Abenteuer der schlagkräftigen Spezialeinheit erleben dürft. Ein gelungenes Ego Shooter von Acclaim.

Negative Aspekte:
Bisschen verwaschene Hintergründe

Positive Aspekte:
Geniales Charakterdesign, düstere Atmosphäre

Infos zur Spielzeit:
Rpgmaniac-No1 hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 9/10
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