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Archangel im Gamezone-Test


1 Bilder Archangel im Gamezone-Test

Im Auftrag des Guten!

Michael Travinsky kann sich nach dem Aufwachen nur noch wage an einen Autounfall erinnern. Dort wo er sich jetzt befindet, schaut es allerdings nicht wie in einem Krankenhaus aus: Michael erwacht nämlich nicht nur an einem anderen Ort, sondern sogar einer andern Zeit! Er befindet sich in einer mittelalterlichen Welt, die von allerlei Monstern und andern schlechtgelaunten Getier bevölkert ist. Die Mönche des Klosters, in dem er erwacht klären ihn teilweise auf, erzählen etwas von "Erlöser" und "der Erwartete" und schicken ihn kurz darauf auch schon auf seine erste Mission. Noch bevor wir unser Ziel erreichen, kommt der nächste Schock: Wir werden vom Herrn des Lichts persönlich als Kämpfer gegen die Horden des Herren der Finsternis zwangsverpflichtet. Dieser gibt uns noch ein paar Tipps und eine Magische Fähigkeit an die Hand und schickt uns los diverse verlorene Steine zu finden, denn nur mit diesen Artefakten können wir die "Dunkle Seite" endgültig aufhalten.

"Archangel" sieht sich selbst zwar mehr als Rollenspiel, ist aber doch "nur" ein Action-Adventure mit diversen Quests. Erfahrungspunkte gibt's auch, diese können aber nur dazu eingesetzt werden um neue Spezialfähigkeiten zu lernen. Wir beginnen also unseren Weg um den ersten Quest im Spiel zu lösen, sollte ja nicht so schwer sein. Da stehen wir schon vor dem ersten und dem größten Problem in Archangel: Wohin? Da die Orte oft alle sehr ähnlich aussehen, wir keine Karte der Gegend haben und auch keine Wegweiser zu finden sind, begeben wir uns einfach so auf den Weg, ohne Ziel, ohne Gewissheit. Die ersten Monster lassen nicht lange auf sich warten und werden recht schnell im simplen "Hau-drauf-Prinzip" weggeputzt. Wir können zwar später auch andere Waffen einsetzen, nur gestaltet sich das Wechseln der Ausrüstung mitten Im Kampf als recht unangenehm, da wir weiterhin von den Monstern angegriffen werden während wir uns im Inventar befinden. Dazu kommt das Problem, das man als Krieger nur sehr selten Lebensenergie zurückbekommt. Die Monster lassen gerne mal ein Päckchen davon fallen, nur ist das gerade im großen Kampfgetümmel einfach nicht ausreichend und schnell sehr Verhängnisvoll. Denn wenn der letzt Tropfen Lebensenergie ausgehaucht ist, ist auch wirklich Schluss und das Spiel ist vorbei.

Die Stimmung kommt aber dennoch gut rüber, Zwischensequenzen und Dialoge werden in sehr schöner Echtzeitgrafik dargestellt und auch die deutschen Dialoge der Figuren sind allesamt sehr gut und professionell gesprochen. Zwar wirken mache Gegenden im Spiel etwas "kantig" aber dank stimmiger Texturen fühlt man sich optisch durchaus in der Welt von "Archangel" wohl.

  • - GreenAcid"-"
  • In "Archangel" wurde zwar versucht etwas mehr Rollenspiel in einen Action-Titel einzuarbeiten, nur bleibt es hierbei bei einem minimum an RPG-Elementen. Dies ist ja nicht unbedingt schlecht, nur leider kann auch der Action-Part des Spiels nicht voll überzeugen. Die Kämpfe sind einfach auf Dauer zu langweilig, diverse Stellen sind, nicht nur aufgrund der schlechten KI, unfair und die Orientierung wird zu schnell zum Problem. Wer mit Titeln wie z.B. "Blood Omen 2" bereits fertig ist, kann sich "Archangel" allerdings ruhig mal anschauen, die atmosphärische Stimmung kommt trotz der Mängel ganz gut rüber und macht Lust auf mehr.
Archangel (PC)
  • Singleplayer
  • 6,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 8/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 6/10 
Pro & Contra
brauchbare Grafik
stimmige Atmosphäre
schlechte KI
zu simples Kampfsystem
schlechte Orientierung
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