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Arcanum: Magie oder Technik - Leser-Test von Cram


1 Bilder Arcanum: Magie oder Technik - Leser-Test von Cram
In Arcanum geht es um den Kampf zwischen Magie und Technik der im 19. Jahrhundert stattfindet.Sie haben in diesem Rollenspiel die Wahl sich einer dieser beiden Parteien anzuschließen, oder möglichst neutral Arcanum zu durchstreifen.Natürlich dürfen sie auch eine Party gründen und mit mehreren Freunden die Abenteuer bestehen.

Zuerst erstellt man seinen Charakter.Dabei wählt man zuerst das Geschlecht und seine Rasse ( Mensch, Zwerg, Halbling, Elf, Gnom... ).Zusätzlich darf man die Hintergrundgeschichte des Charakters festlegen.Wenn der Spieler zum Beispiel bei Wölfen aufgewachsen ist, ist er stärker, dafür leidet sein Schönheitswert.Nachdem auch diese Eingaben gemacht sind vergibt man noch Charakterpunkte auf die typischen Rollenspiel-Werte wie Stärke, Konstitution, Intelligenz und Schönheit.Als letztes wählt man noch ein paar Zauber oder technische Bauanleitungen aus und dann kann das Spiel beginnen.

Die Geschichte ist relativ schnell erzählt.Das Intro zeigt einen Zeppelin der von Orks in Flugzeugen attackiert wird und abstürzt.Der Spieler ist der einzige Überlebende und bekommt von einem der Passagiere einen Ring überreicht, den er dem Besitzer zurückbringen muss.Wenige Sekunden später ist der alte Mann tot und der Spieler beginnt damit, die Unglücksstelle zu untersuchen.

Aus dem kleinen Auftrag den Ring zum Besitzer zurückzubringen entfaltet sich ein riesiges und komplexes Rollenspiel.Die Spieldauer liegt etwa bei 30-40 Stunden, da es zahlreiche Nebenaufgaben gibt die der Spieler erfüllen kann, aber nicht muss.Jedoch geht viel Spielspaß und Stimmung verloren, wenn man nur der Hauptgeschichte folgt.Zudem ist das Spiel dann durch die verlorenen Erfahrungspunkte deutlich schwerer.

Arcanum glänzt durch sein einzigartiges Szenario.Ich kenne kein anderes Rollenspiel das in einer ähnlich originellen Atmosphäre spielt und diese so konsequent ausnutzt.Technisch versierte Spieler beispielsweise benutzen Revolver, die sie sich aus Einzelteilen zusammenbauen können.Magische Spieler bevorzugen magisch verbesserte Gegenstände und natürlich die 80 Zauber die in 16 Arten ( Feuer, Beschwörung, Illusion... ) unterteilt sind.Die Städte werden von Gaslampen beleuchtet, Dampfmaschinen arbeiten hier und da und fein gekleidete Adlige eilen durch die Gassen.Die Menschen glauben noch, das durch die Kopfform der Charakter bestimmt wird, sie besuchen Wahrsager und sogar Bordelle.Der Spieler darf außerdem die ( frisch erfundene ) Eisenbahn benutzen um quer durchs Land zu reisen.Ansonsten muss er zu Fuß gehen, was teilweise lange dauert, da zufällig Gegner auftauchen können.Erfahrene Magier können sich dagegen durchs Land teleportieren.

Ein weiterer Pluspunkt Arcanums sind die vielfältigen und originell gestalteten Aufgaben.Einmal soll man für die Bordellbesitzerin Geld eintreiben, dann soll man für einen Magier eine Dampfmaschine zerstören, einen Geist aus einer alten Mine vertreiben oder einen Banküberfall verhindern.Der Spieler hat stets die Wahl ob er gut oder böse handelt, dementsprechend fällt auch die Belohnung aus.Während ein guter Spieler einen Banküberfall verhindert und dadurch einen besseren Ruf in der Stadt genießt, plündert ein böser Charakter die Bank und bereichert sich am Tresor.Dafür jagen ihn danach die Stadtwachen.Zudem hat auch die Wahl ob man Magie oder Technik begabt ist ihre Auswirkungen.Als Techniker würde man beispielsweise nicht die Dampfmaschine zerstören.Dafür kann man in der nächsten Stadt einer Wahrsagerin die Kristallkugel klauen und diese teuer verkaufen.

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