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Aquanox 2: Revelation - Unterwasser ists cool - Leser-Test von agony


1 Bilder Aquanox 2: Revelation - Unterwasser ists cool - Leser-Test von agony
Im Jahr 2666 ist alles doch etwas anders. Nach dem Tod seiner Eltern macht sich der Abenteurer William Drage auf die Suche nach dem sagenumwogenen Erbe der Vorfahren.
Nicht wie im Vorgänger ist die Hauptperson Emerald Flint, sondern der unerfahrene junge Frachterpilot. Im grafisch bereits sehr ansprechenden und exzellent synchronisierten Intro erfährt der Spieler, wie William versucht, sich mit einem riesigen Untersee-Frachter zurecht zu finden und Erfahrungen zu sammeln. Kurze Zeit später findet man sich auf dem Frachter wieder und die erste Mission beginnt. Nach dem ersten Abenteuer bemerkt William jedoch, dass sein riesiger Frachter, den er kurzzeitig verlassen musste, von bösartigen Piraten gekapert wurde. Doch diese Bande beendet Williams Leben nicht, sie degradieren ihn zu minderwertigen Aufgaben. Nicht lange soll es ihm in der Unterwasserwelt Aqua schlecht ergehen. Er schließt sich mehr oder weniger widerwillig den Piraten an und somit warten neue Ereignisse und Aufgaben auf ihn.
Die durchaus gelungene und spannend erzählte Story fesselt bereits nach wenigen Minuten. Stimmungsvolle Grafiken lassen von Anfang an die Wasserwelt realistisch erscheinen. Auch wenn man den Vorgänger nicht kennen sollte, so fällt es keinesfalls schwer, sich zurechtzufinden und sich mit der Hauptperson zu identifizieren.

Sowohl zu Beginn als auch im späteren Spielverlauf, ist der Hauptausgangspunkt der Frachter. Auf diesem Unterwasser-Schiff erhält man die Möglichkeit, mit anderen Besatzungsmitgliedern zu kommunizieren oder andere Orte auf dem Schiff zu besuchen bzw. Missionen zu starten. Das Sprechen mit anderen Charakteren ist nicht nur hilfreich, sondern wird auch durch gelungene Sprachausgabe und den passend dazu gestalteten Figuren untermalt. Jeder Charakter scheint hierbei seine persönlichen Eigenarten zu haben. Zwischen den Missionen wird man durch teilweise sehr umfangreiche Dialogsequenzen geführt, die sowohl die Atmosphäre unterstreichen, als auch dem Spieler das Gefühl geben, eine Person zu mögen oder auch nicht. Die persönlichen Stärken als auch Schwächen der Personen überzeugen gekonnt und wurden perfekt in Szene gesetzt. Manche Unterhaltungen sind dabei nicht gerade kindgerecht, was vielen älteren Spielern durchaus gefallen dürfte. Auch die charakteristische Weiterentwicklung des Hauptdarstellers bemerkt man im Spielverlauf, ebenso die der anderen Darsteller.

Nach einigen Gesprächen darf man eine neue Mission starten. Die Ausrüstung des Schiffes kann dabei manuell oder automatisch vorgenommen werden. Die Kurzzusammenfassung der Missionsziele ist hilfreich und praktisch.
Nun beginnt die eigentliche Aufgabe. Als Anfänger empfiehlt es sich jedoch, das umfangreiche Tutorial zu nutzen, um auch mit der etwas komplexen Bedienung vertraut zu werden. Das umfangreiche Handbuch gibt nicht nur hilfreiche Informationen zum Spiel, sondern bietet auch die Möglichkeit, eine Übersicht aller Tastaturbelegungen zu nutzen.

Die insgesamt mehr als 30 Missionen sind trotz der zahlreichen Dialoge natürlich der wichtigste Punk von Aquanox 2. Auch hier wurde viel Wert auf Abwechslung gelegt. Von offenen Schlachten oder Dogfights werden auch etwas ruhigere Aufträge angeboten, welche von Eskortierungen bis hin zu Schleichfahrten reichen. All die zahlreichen Missionen wurden auf die 6 Weltmeere verteilt und bieten meist noch weitere Bonusziele, die man erreichen kann. Insgesamt 100 Missions-Zwischenziele sorgen auch längere Zeit für Abwechslung und neue Überraschungen. Mit Hilfe dieser Bonusmissionen kann man somit schnell neue Ausrüstung oder Geld außerhalb der Standard-Mission erwerben.
War eine Mission erfolgreich, so erhält man regelmäßig einen Teil der Piratenbeute, die man wiederum in das eigene Schiff stecken kann. Neue Waffen und andere Objekte dürfen eingekauft werden, um in den weiteren Missionen nicht das Nachsehen zu haben.

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