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Anno 1503: Aufbruch in eine neue Welt - Die Sucht segelt wieder - Leser-Test von CONQUEROR


1 Bilder Anno 1503: Aufbruch in eine neue Welt - Die Sucht segelt wieder - Leser-Test von CONQUEROR
Wenn sie nicht gerade am Ende der Welt in einem Erdloch, irgendwo in einem verlassenen Sumpfgebiet wohnen, ist ihnen das Spiel Anno 1602 sicherlich nicht entgangen. Der clevere Aufbau-Hit faszinierte die Massen wie kaum ein Spiel zuvor und gilt als eines der bestverkauften PC-Spiele. Jetzt, nach Jahren des Wartens und des Haderns seitens der Fans ist es endlich soweit: Anno 1503, der Nachfolger, hält diesertage in den Ladenregalen Einzug. Kaum ein noch so kleines Spielegeschäft, dass den potenziellen Knüller nicht im Sortiment hat, doch erfüllt Anno 1503 wirklich die hochgesteckten Erwartungen?
Am Spielprinzip hat sich wenig geändert. Weiterhin steuern sie anfangs ein kleines Schiffchen, um mit den wenigen vorhandenen Ressourcen an Bord eine Siedlung auf einer Insel zu gründen. Einmal angekommen wird ein Kontor errichtet, sowie einige Wohnhütten, ein Holzfäller um die Holzversorgung zu sichern usw. Einige Zeit später haben sie dann schon eine kleine aber feine Gemeinde aufgebaut, deren Einwohner schließlich von Pionieren zu Siedlern werden – und fortan neue Dinge wie z. B. Alkohol verlangen. Hier findet sich bereits ein großer Unterschied zum Vorgänger, denn die Einwohner zahlen keine Steuern. Stattdessen kaufen die lieben Leutchen an ihren Ständen ein und bringen auf diesem Weg Geld in die Kasse. Das Problem hierbei: Geldknappheit lässt sich nicht einfach durch Steuererhöhungen beseitigen. Da sie unmöglich alle benötigten Güter auf einer Insel produzieren können, müssen sie sich entscheiden: Entweder sie besiedeln ein neues Eiland, bauen dort die entsprechenden Betriebe und verschiffen die hergestellten Waren nach Haus, oder aber sie treiben Handel mit einem ihrer Konkurrenten oder den schon aus dem ersten Teil bekannten Händlern. Zusätzlich gibt es nun mehrere unabhängige Völker wie Eskimos oder Venezianer, mit denen sie auch ziemlich lukrative Geschäfte machen können. Ist die Warenversorgung gesichert und sind die Bewohner glücklich, steigt ihre Siedlung mehr und mehr. Anfangs noch krude Bretterverschläge, avancieren die Wohnhäuser irgendwann zu massiven Bauten aus Stein und Marmor. Einige Spezielle Gebäude erfordern übrigens eine bestimmte Einwohnerzahl. Nun, wohin also mit all dem angehäuften Geld? – Richtig, warum nicht eine Armee ausheben und ein wenig erobern? Der Militärpart wurde konsequent erweitert und bietet nun mehr Einheiten, aber leider auch arge Designmängel, wie die selten dämliche Wegfindungsroutine der Truppen. Neben Musketenschützen, Kavallerie etc. sollten sie mal über ein paar schlagkräftige Belagerungsgeräte wie Mörser, Kanonen oder Belagerungstürme nachdenken. Doch Vorsicht, die Besatzungen der Geschütze können rausgeschossen werden, woraufhin das herrenlose Gerät auf Neubemannung (ob nun von ihnen oder dem Gegner) wartet. Und noch eine große Neuerung: Ab sofort dürfen sie forschen: Mit Universitäten sammeln sie Forschungspunkte, die sie dann, zusammen mit einer kräftigen Geldspritze in Verbesserungen umwandeln können – ob sie nun lieber friedliche Dinge wie Brunnen für ihre Farmen zwecks Produktivitätssteigerung, oder lieber Waffen-Upgrades erforschen bleibt ihnen überlassen Wer nicht nur im Endlosspiel zocken will, bekommt eine Kampagne, welche jedoch unglaublich schwer ist und nicht gerade durch gute Story oder besondere Präsentation glänzt. Warum wurde hier nicht mehr gemacht? Auch auf einen Multiplayer-Modus muss man verzichten.
Wieder einmal überzeugt Anno durch seinen altbekannten Wuselcharme und die geradezu legendäre Langzeitmotivation. Ruhe werden sie nicht sehr viel haben, immer ist überall was los. Allerdings haftet an allem der halb-fertig-Geruch. Jahrelang war das Spiel nun in der Entwicklung und dann leistet man sich doch vermeidbare Schnitzer. Trotzdem, Anno 1503 wird seinem Hype zwar nicht gerecht, ist aber dennoch immer noch ein Klasse Spiel.
Meine Kaufempfehlung!

Negative Aspekte:
schwache Kampagne, verkorkstes Kampfsystem

Positive Aspekte:
Suchteffekt, schöne Grafik, motivierend

Infos zur Spielzeit:
CONQUEROR hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    CONQUEROR
  • 8.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 8.2/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 6/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 10/10
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