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American McGee's Alice: L.Caroll hört Nine Inch Nails - Leser-Test von Berte


1 Bilder American McGee's Alice: L.Caroll hört Nine Inch Nails - Leser-Test von Berte [Quelle: www.destructoid.com]
Die Abenteuer von "Alice im Wunderland" kennt wohl jeder. Vielleicht hat der eine die Disney Schnulze als Kind mitbekommen, möglicherweise gibt es auch diverse Fans der japanischen Anime-Serie, die auch hier Erfolge feiern konnte und vielleicht gibt es ja wirklich noch ein paar wenige, die der fortschreitenden Technisierung trotzen und das unmögliche gemacht haben: sie haben das Buch gelesen.
Ich gehöre nicht wirklich zu einer der drei Gruppen. Aber immerhin habe ich genug von jeder Gruppe mitbekommen um die Geschichte von Alice im groben zu kennen.

Mister McGee hat sich des bekannten, berühtmen und vielgeliebten Lesestoffes angenommen und die Fantasiewelt um Alice einmal ganz anders interpretiert. Heraus kam eine Mischung aus den Figuren von Lewis Carrol, dem Ambiente eines Clive Barker ("HELLRAISER", "CABAL") und der Musik von Nine Inch Nails.

Das Spiel beginnt mit einem beeindruckenden Render-Intro, welches augenblicklich in die neue Welt zieht und zugleich die ungeahnten Neuerungen erklärt. Folgendes ist passiert. Als kleines Mädchen liegt Alice in ihrem Bett. Neben ihr das weiße Kaninchen (natürlich in der Plüsch-Version), vor ihr aufgeschlagen das Buch über das Wunderland. Als die schwarze Hauskatze versehentlich einen Bücherstapel zum Umsturz bringt, nimmt das Unheil seinen Lauf. Eine Petroleum-Lampe fällt auf den Boden und zerbricht. Das auslaufende Öl läuft in Richtung Kamin. Das Feuer breitet sich rasend schnell im gesamten Zimmer aus. Zwar kann sich Alice retten, aber ihre Eltern hatten weniger Glück. Mehr zur Geschichte - unter Clive Barker ->

LEWIS CARROL: Natürlich würde das Spiel nicht "American McGee's Alice" heißen, wenn das Wunderland überhaupt nicht auftauchen würde. Die gesamte Geschichte (mit Ausnahme des Intros) spielt in diesem Hort der Fantasie. Und natürlich trifft man auch die altbekannten Roman-Figuren. Da wären das weiße Kaninchen, der verrückte Hutmacher, die Pfeiffe-rauchende Raupe, die Grinsekatze (als allseits ansprechbereiter Ratgeber), die rote und die weiße Königin, der Jabberwookie und auch Humty Dumpty bekommt einen kleinen Gastauftritt als zigarrerauchender Ganove. Und die Ähnlichkeit hört bei den Figuren nicht auf. Man muß zunächst einen Verkleinerungstrank finden. Danach gelangt man auf die Wiese - wenn man allerdings nicht größer ist als ein Insekt, mutieren an sich harmlose Armeisen zur existenziellen Bedrohung. Hat man aber erst mal die weise Raupe gefunden, und sodann die Zutaten für einen Vergrößerungstrank zusammengetragen, geht es zurück in die "normale" Welt. In einem anderen Level befindet man sich im Reich des weißen Königs. Alles ist schwarz-weiß, man kämpft gegen Schachfiguren und in einigen Levelabschnitten kann man sich nur wie eine Schachfigur fortbewegen. Im Reich des Hutmachers gilt es zuerst den "richtigen Fußboden" (denn alles steht Kopf) herauszufinden. In den nachfolgende Gängen sind die Wände komplett verspiegelt, allerdings sind Spiegel aus Glas und Glas kann brechen und was dann dahinter hervorkommt.....
Kurz gesagt: Mister McGee hat das Spiel genauso fantasiereich angefüllt, wie es Lewis Carrol im Roman getan hat. Die Welt hinter den Spiegeln, die riesigen Insekten, man findet einfach alles wieder.

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