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American Conquest: Kampf gegen Indianer? - Leser-Test von agony


1 Bilder American Conquest: Kampf gegen Indianer? - Leser-Test von agony
Einigen Spielern mag der Name Cossacks durchaus bekannt sein. Entwickler GSC hatten bereits vor einiger Zeit dieses Echtzeitstrategiespiel veröffentlicht, welches sich relativ großer Beliebtheit erfreut. Nun ist von ihnen American Conquest erschienen, welches weniger als Nachfolger zu verstehen ist. Nach Europa (Cossacks) sucht man als Spieler nun den Kontinent Amerika heim.

Es begann alles mit Christoph Columbus, der 1492 Indien suchte und Amerika entdeckte. War es Zufall oder Dummheit?
Genau zu diesem Zeitpunkt beginnt man American Conquest. In insgesamt 8 Kampagnen mit 42 Missionen und 9 separaten Einzelspielermissionen spielt man von der Entdeckung des wilden Kontinents bis hin zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg im Jahre 1812. Dabei erhält man die Möglichkeit, 12 verschiedene Nationen bzw. Stämme zu wählen. Vom Indianerstamm bis hin zu den gewissenlosen Spaniern besitzt man eine überaus realistische Auswahl an geschichtlich wirklich beteiligten Nationen.

Wichtigster Bestandteil von American Conquest sind die Missionen, welche in Kampagnen aufgeteilt sind. So ist der Spieler in der Lage, von Kolumbus Entdeckung Amerikas bis zu seinem Tode nachzuspielen oder die üblen Massaker des Pizarros zu simulieren. Auch der Siebenjährige Krieg, Tecumsehs Indianeraufstand oder den Unabhängigkeitskrieg aus britischer oder amerikanischer Sicht darf man bei American Conquest nachempfinden.
Neben sagenhaften 5 Schwierigkeitsgraden kann man auch einzelne Missionen erfüllen oder eine zufällig erstellte Karte wählen.
Man sieht also, dass der Spielumfang gewaltig ausgefallen ist und auch für Wochen unterhalten kann. Als Bonus wird zudem ein Mehrspielermodus geboten, indem man mit bis zu 7 Spielern im Netzwerk oder Internet historische Schlachten, Deathmatch, Krieg um Amerika oder in eine Art Championship spielen darf.
Und sollte man noch immer nicht genug haben, so darf man sich an einem Karteneditor selbst eigene Herausforderungen erstellen.

Wie in einem Echtzeitstrategiespiel üblich, steuert man seine Einheiten sofort über das Gelände. Das Spielprinzip ist anfänglich einfach gestaltet, so dass auch Einsteiger bereits nach den ersten Missionen (bzw. Tutorials ) einen umfangreichen Einblick in das Spiel erhalten. Der Beginn jeder Mission erweist sich stets ähnlich. So baut man eine Mühle, um Nahrung für seine Arbeiter und Soldaten zu erhalten. Wohnhäuser und Kasernen dienen als Unterkünfte und "Herstellungsbereiche" für diese Einheiten. Aus produzierten Arbeitern kann man auf einfache Art und Weise verschiedenste Soldaten herstellen. Im weiteren Verlauf des Spiels stehen bis zu 106 unterschiedliche Gebäude und Produktionsstätten zur Auswahl und man kann 100 verschiedenste Einheiten erschaffen, die zum Großteil eine kriegerische Funktion besitzen.

Interessant sind aber auch die unauffälligen Features, die man erst im nach einiger Spielzeit bemerkt. Die Soldaten z. B. sind in der Lage, gegnerische Gebäude einzunehmen. Auch besitzen sie einen Sichtradius, welcher dem Gegner somit auch Vorteile verschaffen kann. Die Angst- und Moralwerte der Armee sorgen dafür, dass eine dem Feind unterlegene Gruppe z. B. die Flucht ergreift, ohne dass der Spieler dafür verantwortlich ist. Hier wurde viel Wert auf Realismus gelegt, was durchaus seinen Reiz hat.

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