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Adidas Power Soccer: actionbetontes Fußballspiel - Leser-Test von Restrictor


1 Bilder Adidas Power Soccer: actionbetontes Fußballspiel - Leser-Test von Restrictor
Adidas Power Soccer erschien für Sonys Playstation um 1996. Schon auf dem ersten Blick wurde offensichtlich, dass es sich mit „richtigen“ Fußballspielen wie Fifa Soccer nicht messen kann, da der Simulationsanteil wirklich recht beschränkt ist und vielleicht sogar übertrieben actionbetont ist.

Die Steuerung ist recht simpel ausgefallen. Eine Taste gibt es für einen Schuß, je eine für einen kurzen und einen langen Paß. Zudem gibt es Special Moves, wenn man zwei Tasten zusammen drückt. So kann man dadurch kurzzeitig einen Turbo bekommen, einen besonders harten Schuß („Predator Kick“) ablassen oder auch verschiedene Foulspiele begehen (umschubsen, Karate Kick, Blutgrätsche).


Man kann zwischen zwei Spielstilen auswählen. Simulation und Arcade. Die Bezeichnung Simulation ist lächerlich, denn dort artet das Spiel auch in eine Klopperei aus. Denn das Spiel läuft eigentlich so ab, dass man in den Gegner reingrätscht um den Ball zu bekommen. Wenn man das nicht gerade mit der Blutgrätsche tut, interessierts den Schiri eigentlich nicht. Wenn es ihm doch auffält, so gibt es in der Regel aber nicht so schnell Karten, so dass es dann auch egal ist.

Im Arcade Modus geht es natürlich noch mehr zur Sache. Hier kann man mit den Special Moves noch gemeinere Fouls ausführen, unter anderem ein Karate Kick mit brennenden Schuhen oder man kann den Ball so feste schießen, dass er beginnt zu glühen. Auch ist die Turbofunktion stärker, so dass ihr jeden 100 Meter Lauf in Weltrekordzeit laufen könntet.

Es ist sogar schwer auf normalem Wege ein Tor zu erzielen, da muss man schon ein richtig schönes Paßspiel durchziehen. Leider gibt es jede Menge Abzüge für die Tatsache, dass man den Torwart mit hohen Schüssen immer dumm aussehen lassen könnt. Schießt ihr zum Beispiel einen hohen Schuß in der Nähe einer Seitenauslinie geht er zu ungefähr 80 % ins Tor. Wenn ihr mitten im Feld an der richtigen Stelle eine hohe Flanke ansetzt beträgt der Erfolg sogar 100 %.

Grafisch hat das Spiel auch nicht viel zu bieten. Die Spieler sehen alle gleich aus und unterscheiden sich nur in den anderen Trikotfarben. Es gibt nicht einmal unterschiedlich große Spieler.

Von mir aber ein großes Lob für den Kommentator. Der ist so beknackt, dass es schon wieder toll ist ihn zu hören. Da gibt’s dann solche Kommentare wie: „Ja, hat denn der Schiedsrichter Tomaten auf den Augen“ und „Was glaubt der Mann eigentlich was er da macht“. Dazwischen gibt es in unpassenden Situationen Kommentare wie „Trockener Boden“ und „Ein wundervolles Stadion“. Per Cheat kann man übrigens auch noch eine Frau als Kommentatorin freischalten. Dann gibt’s noch kultigere Kommentare wie: „Dieser Rüpel gehört eingesperrt“, „Ich hole gleich mein Nudelholz“ oder „Der Spieler hat schöne Beine“.

Mein Fazit: Okay, das Spiel ist simpel und schlecht. Allerdings ist es fast schon so schlecht, dass es schon wieder Spaß machen kann. Zu zweit sorgt der Arcade Mode für Laune wo ihr mit vielen Fouls so richtig zur Sache gehen könnt. Und der Kommentartor ist auch ein Grund, warum man das Spiel auch noch nach einiger Zeit gerne aus dem Regal kramt. Meine Wertung daher: 55 % zum Release und 30 % aus heutiger Sicht.

Negative Aspekte:
das Spiel ist zu simpel

Positive Aspekte:
der kultige Kommentator

Infos zur Spielzeit:
Restrictor hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Restrictor
  • 5.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 5/10
    Steuerung: 5/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 4/10
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