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Actraiser 2: Schön, aber schwer! - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Actraiser 2: Schön, aber schwer! - Leser-Test von Andy1977
Actraiser 1 gehörte zu den interessantesten Super-Nintendo Spielen. Dies liegt an der eigenwilligen Mischung aus Sim City und Hack'n'Slay Jump'n'Run. Zudem begeisterte die Musik von Yuzo Koshiro. Die Erwartungen von Actraiser 2 waren also nicht niedrig und heraus gekommen sind Überraschungen und Enttäuschungen gleichermaßen.

Zuerst einen Dämpfer: Das Spielkonzept wurde um den niedlichen Sim City-Teil beraubt. Dieser war zwar im ersten Teil kindisch einfach, aber auch spaßig. In Teil 2 gibt es nur noch den Action-Teil, in dem Sie á la Shinobi laufen, springen und schlagen können. Die Szenarien erinnern eher an Ghost'n'Goblins, nur bunter. Unheimlich, mit damönenartigen Gegnern ausgestattet und dabei die Farbpracht, wie man sie in späteren Square-Klassikern wie Seiken Densetsu 3 wieder finden konnte.
Sie selbst spielen den selben Gott wie im ersten Teil. Auch hier wird die Menschheit wieder von einer neuen Plage bedroht. Sechs Orte wurden vom Bösen befallen, welches Sie vernichten müssen (wer sonst?). Zum Schluß kommt noch ein Siebter hinzu, der Einzige, den Sie nicht von vorneherein anwählen können.
Damit hätten wir gleich einen Vorteil des Spieles erwähnt: Sie können jedes der sechs Szenarien anwählen und in beliebiger Reihenfolge spielen. Jedes Szenario ist in zwei Levels unterteilt, wobei jeder einzelne Level seinen eigenen Grafikstil hat.
Ihre Kampffähigkeiten wurden leicht erweitert: Sie haben nun Flügel, mit denen Sie höher springen, schweben und sogar zum Gleitflug ansetzen können. Ein wenig Magie gibt es ebenfalls, die Sie aber nur gezielt einsetzen sollten, da Magie-Energie rar ist. Die Magie schwächt den Gegner stärker und besitzt auch eine höhere Reichweite, als Ihr Schwert erreichen könnte.
Deutlich besser als im ersten Teil ist die Grafik: Der bunte und zugleich monströse Stil wurde perfekt eingefangen. Besonders die Hintergründe sind malerisch schön geworden. Die Animationen sind etwas abgehakter, wirken aber insgesamt sehr gut. Technisch ist das Spiel gut, sorgt in diesem Punkt aber für keine offenen Münder.
Die Musik hingegen ist eine leichte Enttäuschung. Zwar ist wieder Yuzo Koshiro für den Soundtrack verantwortlich. Doch ist dieser dank seinem Hang zum klassischen Stil etwas zu weit über das Ziel hinaus geschossen. Die Musik ist noch klassischer und schön anzuhören, aber abwechslungsarm und auch ein wenig uninspiriert.
Das Spieldesign ist gut bis sehr gut, jedoch hat Enix es in Sachen Schwierigkeitsgrad maßlos übertrieben: Actraiser 2 ist teuflisch schwer. Wenn man nicht fast jeden Level zu Beginn anwählen könnte, würden Anfänger kaum den zweiten Level sehen. Die zusätzlichen Fähigkeiten der Spielfigur scheinen zudem dem Spieler nicht zu helfen, sondern ihn zu ärgern. Einige Passagen wurden so designt, dass man die Spielfigur perfekt beherrschen muss, sonst kommt man nicht weiter. Zum Glück reagiert die Steuerung exakt, ist aber mit ihren Möglichkeiten überladen.
Ich habe das Spiel sogar durchgespielt, aber es hat einiges an Zeit und Nerven gekostet. Motivation dafür war die wirklich wunderschöne Grafik, welche selbst aus heutiger Sicht dank ihrer prallen Farben den einen oder anderen Fan finden könnte. Wer Actraiser 1 mochte, der sollte sich das Spiel erst einmal anschauen: Teil 2 hat Qualitäten, die sich aber nur wenig mit den Qualitäten des Erstlings decken.

Wie immer ist die Wertung aus Sicht von 1994 gewählt worden.

Negative Aspekte:
Zu hoher Schwierigkeitsgrad, Musik im Vergleich zum Vorgänger enttäuschend, überladene Steuerung.

Positive Aspekte:
Die Grafik! Gutes Spielgefühl, gute Atmosphäre.

Infos zur Spielzeit:
Andy1977 hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Andy1977
  • 7.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 7/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 7/10
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