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Ace Golf: nettes Golfspiel - Leser-Test von agony


1 Bilder Ace Golf: nettes Golfspiel - Leser-Test von agony
Golf mag nicht jedermanns Lieblingssport sein, erst recht nicht als Video- oder Computerspiel. Ace Golf für Nintendo Gamecube versucht stattdessen, auch den Golf-Muffel zu überzeugen. Neben Comic-Grafik und einfacher Bedienung sollen sowohl Laien als auch Profis schnell und längere Zeit Spaß an diesem grünen Sport haben.

Gleich nach dem Einlegen der Disc fällt auf, dass dieses Spiel leider komplett in englisch gehalten ist. Auf eine Lokalisierung wurde verzichtet. Dies mag grundsätzlich kein Problem darstellen, doch jüngeren Spielern oder Golf-Freunden ohne Englisch-Kenntnisse werden hier vor eine Hürde gestellt. Zumindest das sehr gut gelungene und deutsche Handbuch ist sehr hilfreich und praktisch. Hier erfährt man interessante Dinge wie z. B. die Erklärung der Fachausdrücke oder wie man richtig einlocht. Mit etwas Übung kommt man auch ohne die englische Sprache schnell zurecht.

Im Hauptmenü fallen die zahlreichen Spielmodi auf. Kernstück ist hierbei der Tour-Modus, indem man eine Karriere als Golfprofi starten darf. Während einer Meisterschaft kann man weitere Spielfiguren freischalten und Sterne sammeln. Diese Sterne dienen dazu, wiederum neue Spielstufen, Kurse und Spielmodi zu erhalten.
Wagt man sich jedoch nicht sofort an diesen Tour-Modus heran, so empfiehlt es sich, das Training zu wählen. Der Spieler ist hier in der Lage, einen ausgewählten Kurz zu spielen und bestimmte Wetter- und Windverhältnisse selbst zu bestimmen. Im Spielverlauf werden weitere Trainingskurse freigeschaltet.
Doch nicht genug! Denn Ace Golf bietet bei weitem mehr als nur die üblichen Modi. Auch bis zu 4 Spieler können z. B. im Stroke-Spiel gegeneinander antreten und um den höchsten Score kämpfen. Hier findet man auch verschiedene Arten, die längerfristig Spaß bereiten.
Eine weitere Zugabe sind die Minispiele. So darf man sich im Missionsspiel dabei versuchen, verschiedene Golfer-Probleme zu lösen oder im Überleben-Spiel nach Sudden-Death-Regeln möglichst viele Gegner besiegen.
Mit Features wurde insgesamt wirklich nicht gegeizt. Die zahlreichen neuen Kurse und Spieler, die man im weiteren Spielverlauf erhält, motivieren ungemein und auch nach längeren Spielzeiten bereitet Ace Golf Freude. Als Anreiz winken auch neue Golfschläger, Bälle und Accessoires auf den Joypad-Golfer.

Zu Beginn stehen jedoch nur 2 Anfangscharaktere zur Verfügung, die jeweils ihre Stärken und Schwächen besitzen. Besiegt man einen Gegner im Zweikampf, so erhält man diesen auch als spielbaren Charakter.
Nach der Wahl des eigentlichen Kurses und der Entscheidung, welchen Caddy man wählt, beginnt das eigentliche Spiel. Der Caddy gibt auf Wunsch hilfreiche Tipps im Spiel.

Bereits nach dem ersten Schlag bemerkt man das innovative Schlagsystem. Dieses wurde überaus einfach gestaltet, welches jedoch einiges an Übung und Können voraussetzt. Die Wahl des Schlägers übernimmt standardmäßig der Computer, jedoch hat man jederzeit die Möglichkeit, selbst einen anderen zu wählen. Den Ball schlägt man ausschließlich mit dem gelben Ministick (C-Stick) des Gamecube-Pads. Dabei ist besonders Präzision und Ruhe wichtig, um erfolgreich zu schlagen. Nach unten drückt man den Stick, um die Kraft einzustellen und auszuholen, mit einem schnellen Druck nach oben schlägt man den Ball. Doch genau dieses Steuern des Pads sollte gelernt sein. Leichtes ruckeln oder weniger genaue Bewegungen sorgen dafür, dass der Ball nicht dort landet, wohin er eigentlich sollte. Die Idee ist gelungen und bereits nach kurzer Zeit freut sich der Spieler über die ersten Erfolge. Wildes drücken oder hastige Stick-Bewegungen dagegen sind nicht angebracht. Gleich nach einem Schlag erkennt man in Form einer kleinen Sprechblase, ob der Ball gut oder schlecht auf die Reise geschickt wurde.
Die automatische Kameraperspektive verfolgt den Ball bis zur Landung. Hier kann man die Sicht zwar nicht ändern, dafür erhält man aber physikalisch korrekte Sequenzen und in Echtzeit berechnete Landschaften.
Vor einem Schlag darf man sich den kompletten Golfplatz genauer anschauen und einzelne Vorangehensweisen planen.
Besondere Umgebungseinflüsse wie Wind, Regen, Bäume oder andere Hindernisse müssen berücksichtig werden. Beispielsweise treibt der Ball ab, wenn der Wind stark ist. Er reagiert auch dann korrekt, wenn er z. B. auf Sand oder nassen Erdboden fällt. Hier wurde überlegt gearbeitet, um dem Spieler ein realistisches Spielerlebnis zu präsentieren.

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