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4x4 Evolution: Nichts als Dreck - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder 4x4 Evolution: Nichts als Dreck - Leser-Test von HALLofGAME
Nach einem rasanten Realfilm Intro locken die genretypischen Spielmodi, darunter das Herzstück von 4x4 Evolution, der Karriere Modus. Mit kläglichen 30000$ ausgestattet gilt es nun, sich erstmal einen fahrbaren Untersatz zu besorgen. Die Auswahl an voll lizensierten Originalfahrzeugen ist gigantisch, die Preise sind es mitunter allerdings auch.

Den größten Teil des bis zu 500000$ teuren Wagenparks dürft Ihr also getrost vergessen. Und zwar für sehr lange, denn bevor Ihr mit einem der Anfängerfahrzeuge soviel Geld zusammengefahren habt, vergeht einige Zeit, schließlich haben die Programmierer vor die Karriere Leiter auch noch neun kostenpflichtige Tuningoptionen gesetzt.

Das nötige Kleingeld wird auf 15 verschiedenen, überschaubaren Kursen in Rennserien (über 35 verschiedene) und zahlreichen Einzelrennen, den sogenannten Spezialwettbewerben verdient. Im Gegensatz zu anderen Racern, erweist sich der Terminal Velocity Offroader hierbei aber als recht geizig. Selbst für Sieger fällt der Geldsegen eher spärlich aus.

Von Kursen zu sprechen ist strenggenommen übrigens schon zuviel gesagt. So gibt es zwar 15 abgesteckte Strecken, an deren Verlauf -irgendwo muss der Offroad Spaß ja herkommen - muss und sollte man sich oft allerdings besser nicht halten. Es genügt, die festgelegten Checkpoints abzufahren, dazwischen liegt der beste Weg häufig fernab der offiziellen Pfade. Ein Richtungspfeil sorgt allzeit Orientierung, ersetzt aber keineswegs die dringend nötige Umgebungskenntnis.

Schon auf der Verpackung verspricht Publisher Take 2 eine fiese Gegnerintelligenz und in der Tat: Schon der leiseste Fehler lässt Euch in schöner Regelmäßigkeit auf den letzten Platz zurückfallen. Wer Midnight Club Street Racing und Smugglers Run kennt, weiss zwar schon vorher um den bei Take 2 Racern inzwischen offenbar üblichen Schwierigkeitsgrad, mit 4x4 Evolution wird der Bogen jedoch langsam aber sicher ein wenig überspannt.

Die denkbar beste Gegnerintelligenz der Online-Versionen, also die der menschlichen Spieler, musste aufgrund der fehlenden PS2 Online-Möglichkeit ersetzt werden. Herausgekommen ist eine schwer geniessbare krude KI, die gelegentlich selbst vor offensichtlichem Betrug nicht zurückschreckt!

Ein Beispiel: Zwei Computergegner fahren sich unter einer Brücke fest und beamen sich (der Spieler macht es per Dreieckstaste) als letzte Möglichkeit aus der misslichen Situation heraus. Statt zum letzten passierten Checkpoint zurückgesetzt zu werden, tauchen sie unfairerweise am nächsten Checkpoint auf! Beinahe unnötig zu sagen, dass mich als Spieler der gleiche Versuch selbstverständlich in die umgekehrte Richtung befördert hat...

Ärgerlich vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass man zwar beliebig durch Sträucher preschen kann, gleichzeitig aber schon ein einfacher Kaktus jeden tonnenschweren und mit 120 km/h heranstürmenden Offroader stoppt, wie eine Betonwand. Da wünscht man sich schnell auch mal Schummelunterstützung, denn allzuoft sind die sehr kurzen Rennen nach einem einzelnen Missgeschick schon gelaufen.

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