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1st Century After Tsunami 2265 im Gamezone-Test


1 Bilder 1st Century After Tsunami 2265 im Gamezone-Test

Inzwischen dürfte es wohl niemanden mehr geben, der noch nie etwas vom sogenannten Mechwarrior Universum gehört hat. Eine Welt in der Kriege mit gigantischen Robotern und ihren Piloten ausgetragen werden, die mitunter über 100 Tonnen Gewicht auf die Waage bringen (die Mechs, nicht die Piloten). Wer bereits "Mechwarrior" aus dem Hause Microsoft gespielt hat, der hat bereits erlebt wie es sein muss, Tonnen von Stahl zu bewegen die Waffensysteme tragen die eines Flugzeugträgers gut zu Gesicht stünden. In "Tsunami 2265" jedoch hat man das Gefühl einen ganz normalen Soldaten zu steuern. Weit und Breit kein Eindruck einer schweren Kampfmaschine oder irgendwelche ausgeklügelten Waffen. Ganz im Gegenteil merkt man eigentlich überhaupt nicht es mit einem Mech zu tun zu haben. Er steuert sich wie die Figuren in jedem x-beliebigen 3rd-Person-Shooter, kann vorwärts, rückwärts und seitwärts gehen und verfügt über ganze zwei Waffensysteme, nämlich dem Laser und den Fernlenkraketen. Mehr gibt's nicht. Dafür wartet das Game selbst wenigstens mit zwei verschiedenen Spielarten auf, dem Action-Mode und dem Adventure-Mode. Der Unterschied zwischen diesen beiden Arten besteht in einzelnen Türen oder einfacheren Rätseln, wie ein Umweg zum Ziel, die im Action-Mode nicht vorhanden sind. Ansonsten ähneln sich die Beiden sehr.

Das Gameplay besteht also hauptsächlich daraus, sich durch relativ große und schmucklose Level zu ballern, ab und zu kleinere Aufgaben zu erfüllen, um dann mit einer kurzen Videosequenz, welche die Geschichte vorantreibt, belohnt zu werden. Dabei wirkt die Story etwas künstlich und die (originalen) Synchronstimmen wie aus dem Buch abgelesen, ohne jegliche Emotionen oder Bezug zum Spiel.

Die Grafik benutzt wahlweise die DirectX7 oder die OpenGL Schnittstelle, womit klar ist, dass die neuesten Techniken der aktuellen Grafikkarten nicht unterstützt werden. Daran alleine kann es aber nicht gelegen haben, dass die meisten Level nur aus schmalen Schluchten ohne jeglichen Schmuck bestehen. Da freut man sich über Kleinigkeit, wie verstreut platzierte Generatoren oder endlich wieder einmal ein anderer Feindcharakter, die etwas Abwechslung ins ansonsten öde Gameplay bringen.

So durchwachsen wie der Rest des Games gibt sich auch die Soundkulisse, an der eigentlich nichts auszusetzen ist, die aber auch nicht begeistern kann. Meist hört man nur das Stapfen des Mechs und das Zischen der abfliegenden Raketen sowie die Explosionsgeräusche. Dazu kommt ein Soundtrack wie er gut in jeden Fahrstuhl passen würde und gelangweilte Synchronsprecher die ihr Geld nicht wert waren. Irgendwie hat man ständig das Gefühl, noch zu sehen wie sie vom Blatt ablesen, ohne zu verstehen worüber sie eigentlich sprechen.

  • Peter Grubmair"-"
  • Wer einen 3rd-Person-Shooter ohne jeglichen Anspruch sucht, wem das Mech-Universum sowieso egal ist und wer gerne immer die gleichen Gegner in immer gleichen Level abschießt, für den ist "Tsunami 2265" ideal geeignet. Dabei sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen, dass dieser Titel bereits mit einem 300 MHz Pentium zufrieden ist, auch wenn's dann ab und zu etwas ruckelt. Ansonsten allerdings kann man dem Titel kaum etwas Motivierendes abgewinnen, denn selbst die Freunde japanischer Anime-Kunst werden in diesem Titel davon nicht viel finden, außer vielleicht in den Zwischensequenzen. Im Game selbst allerdings geht sogar der Cell-Shading Effekt ziemlich unter, da die verwendeten Texturen dafür etwas zu echt aussehen, lediglich den Mechs selbst sieht man das Bemühen an hier etwas Comicstile hineinzubringen. Somit kann man diesen Titel wirklich nur den Hardcore Anime-Fans empfehlen, und selbst die sollten unbedingt ein Probespiel wagen.
1st Century After Tsunami 2265 (PC)
  • Singleplayer
  • 5,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 5/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 4/10 
Pro & Contra
Geringe Hardwareanforderungen
Etwas schmucklose und zu groß geratene Level, die noch dazu alle sehr ähnlich aussehen
Durchwachsene Grafik und mega belangloser Soundtrack
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