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1914 - The Great War im Gamezone-Test


1 Bilder 1914 - The Great War im Gamezone-Test

Im November 1918 endete der Krieg der das Ende aller Kriege einläuten sollte. Wie wir heute wissen kam es ganz anders, denn nach dem "großen Krieg" folgte der zweite Weltkrieg und danach der kalte Krieg, denn wenn die Militaristen etwas kaputt machen, dann richtig. Doch der erste Weltkrieg war auch der Krieg in dem sich alles änderte. Völlig neue Waffen wurden erfunden und eingesetzt, über 60 Millionen Soldaten und insgesamt fast 100 Millionen Menschen verloren ihr Leben für eine Sache die heute Niemanden mehr interessiert. Es wurden Panzer entwickelt die eher einem metallenem Sarg entsprachen und Doppel- und Dreifachdecker die gerade mal fliegen konnten warfen mit Granaten um sich und feuerten aus Maschinengewehren mit einer Schussrate zum mitzählen auf das Fußvolk, welches sich mit Stahlhelmen und Vorderladern mit aufgestecktem Bajonett zu wehren versuchte.

Diese glorreiche Zeit nimmt das neue rundenbasierte Strategiespiel aus dem Hause Trinode zum Vorbild und präsentiert uns damit eines der wenigen neuen Rundenstrategie-Spielen. Dabei kann man entweder die Rolle der Deutschen oder der Alliierten übernehmen und sich durch insgesamt 30 Missionen schlagen, die allesamt im Jahre 1914 beginnen und spätestens 1918 enden. Das Spielgeschehen läuft ab wie in diesem Genre gewohnt, nachdem man alle Einheiten bewegt und entsprechende Aktionen ausgeführt hat ist der Gegner an der Reihe und man muss warten bis dieser seinen Zug beendet hat. So entsteht selbst im härtesten Kampf kein Zeitdruck und man kann sich jeden Zug genau überlegen bevor man handelt.

"1914 - The Great War" zeigt uns eine detaillierte 3D-Landschaft in der wir unsere Kamera frei bewegen, drehen und zoomen können. Einzelne Einheiten werden einfach angeklickt, woraufhin sich zwei Markierungen zeigen, wovon uns die eine den maximalen Bewegungsspielraum und die andere die Schussweite anzeigt. Dabei muss man darauf achten, dass manche Einheiten nach zu langer Bewegung nicht mehr in der Lage sind zu schießen, weil ihnen für diesen Zug die Kraft fehlt. Dabei werden Unebenheiten im Gelände ebenso beachtet wie Baume, Büsche und Gebäude. Demnach kann man mit einem Gewehr nicht durch ein Haus hindurchschießen, mit einer Kanone aber darüber hinweg. Ein kleines Manko stellt dabei die automatische Kamera dar, welche uns die Züge des Computergegners näher bringen soll, leider aber oft so nah an den Einheiten klebt, dass man nicht erkennen kann wen sie überhaupt unter Beschuss nehmen, dafür sieht man die recht gut animierten und dargestellten Soldaten und Geräte aus der Nähe agieren. Um aber die Animationen und die Details in all ihrer Pracht bewundern zu können, sollte man einen PC jenseits der Gigaherz Grenze sein eigen nennen, denn das Game ist sehr Ressourcenhungrig.

Die Soundkulisse besteht im Game hauptsächlich aus der passenden Hintergrundmusik und den Geräuschen der augenblicklich aktiven Einheit, sowie den vielen Sprachsampels mit denen die Einheiten jeden Befehl bestätigen, wobei sich jede Seite ziemlich oft auf den lieben Gott beruft, was ganz schön nerven kann. Spätestens nach dem hundertsten "Gott mit Frankreich" oder "Gott mit uns" dreht man den Volume-Regler gerne nach unten. Die Positionierung der einzelnen Geräusche im Raum ist allerdings sehr gut gelungen, selbst mit Kopfhörern oder Stereo-Lautsprechern kann man die Quelle wunderbar orten. Zoomt man mit der Kamera von der maximalen Entfernung zu den Einheiten hin, vermeint man sogar zu hören wie die Zeppeline und Flugzeuge nach oben entschwinden.

Die Steuerung erfolgt komplett mit der Maus und dem unten eingeblendeten Userinterface, welches sehr übersichtlich gehalten wurde und einem so keinerlei Schwierigkeiten bei der Steuerung bereitet. Eine Einheit wählt man aus indem man direkt auf sie klickt oder ihr Symbol im Interface drückt, welches uns bereits Auskunft darüber gibt ob sich die Einheit in diesem Zug noch bewegen oder schießen kann und wie schwer beschädigt/verwundet sie ist. Ausgebombte Schützengräben können übernommen werden und selbst zurückgelassene Waffen kann man wieder in Betrieb nehmen, was ein wichtiges Strategisches Element darstellt, da man sich so dreimal überlegt eine kaputte Waffeneinheit einfach aufzugeben oder doch lieber komplett zu zerstören, um sie nicht in Feindeshand geraten zu lassen.

  • Peter Grubmair"-"
  • "1914 - The Great War" ist ein rundenbasiertes Strategiespiel mit viel Tiefgang aber auch so mancher Zwangspause, wenn der Gegner ausführlichere Züge durchführt. Auf schwächeren Rechnern mit nicht maximaler Detailtiefe verliert es schnell seine grafische Pracht und sieht fast wie ein Brettspiel mit Zinnfiguren aus, was dem Spielspaß aber keinen Abbruch tut. Denn der Schwerpunkt dieses Games liegt eindeutig beim ausklügeln der besten Strategie um möglichst ohne Verluste das Missionsziel zu erreichen, da alle überlebenden Soldaten und Einheiten in die nächste Mission mitgenommen werden können. Dabei behalten diese ihre Erfahrung und setzen sie im nächsten Einsatz auch ein, was sich auf die Schussgenauigkeit und die Verletzbarkeit auswirkt.Wer also schon mit "Battle Isle" oder ähnlichen Rundenstrategie-Titeln seinen Spaß hatte, wird sich sicher auch an "1914 - The Great War" erfreuen können, da alles was man von diesem Genre erwartet integriert wurde.
1914 - The Great War (PC)
  • Singleplayer
  • 7,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Viele verschiedene Einheiten mit großer Funktionsvielfalt
Jede Mission beruht auf einer wahren Begebenheit und nebenher lernt man noch etwas Geschichte
Manche Tasten wollen mehrmals gedrückt werden bis sie endlich reagieren
Agiert der Feind ausserhalb des eigenen Sichtfeldes bekommt man nur einen schwarzen Schirm zu sehen
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